Winterthur ZH: Grundstücksflächen ändern sich – Grenzen bleiben gleich
Die Stadt Winterthur ZH entzerrt die Daten der amtlichen Vermessung. Grundeigentümer erhalten ab einer Flächenänderung von einem Quadratmeter ein Schreiben.

Die amtliche Vermessung der Stadt Winterthur hat eine über hundertjährige Entstehungsgeschichte. Aufgrund der damals verfügbaren Messmethoden weist sie teilweise kleinräumige geometrische Verzerrungen auf, die den heutigen Genauigkeitsanforderungen nicht mehr entsprechen. Diese werden nun im Rahmen einer technischen Optimierung der amtlichen Vermessung beseitigt.
Hierzu wurden im gesamten Stadtgebiet neue Kontrollpunkte bestimmt und daraus ein Transformationsnetz berechnet. Auf dieser Grundlage werden die Daten der amtlichen Vermessung sowie weitere städtische Geodaten rechnerisch in einen homogeneren und genaueren Bezugsrahmen überführt. Dadurch können moderne Vermessungsmethoden, insbesondere satellitengestützte Messverfahren (GNSS), künftig noch präziser eingesetzt werden.
Am tatsächlichen Verlauf der Grundstücksgrenzen sowie an den Eigentumsverhältnissen ändert sich dadurch jedoch nichts. Die Optimierung betrifft ausschliesslich die geometrische Genauigkeit der digitalen Vermessungsdaten. Die bestehenden Grenzen werden nicht neu festgelegt, sondern lediglich in einem präziseren und einheitlichen Koordinatenmodell abgebildet.
Die aufgrund der Optimierung neu berechneten Grundstücksflächen werden dem Grundbuchamt gemeldet und im Grundbuch nachgeführt. Da weder der Grenzverlauf noch die Eigentumsverhältnisse geändert werden, besteht kein Einspracheverfahren.
Die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer erhalten ab einer Flächenänderung von einem Quadratmeter ein Informationsschreiben vom Geomatik- und Vermessungsamt.






