Winterthur

Winterthur ZH: 12'618 Schüler – erstmals kein Wachstum mehr

Am Montag, 17. August 2026, starten in Winterthur ZH 12'618 Kinder und Jugendliche ins neue Schuljahr – nach Jahren des Wachstums bleiben die Zahlen stabil.

Winterthur ZH
Winterthur ZH: Das alte Schulhaus in Winterthur im Kreis 1 (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

Winterthur startet erstmals mit stagnierenden Schul- und Betreuungszahlen ins neue Schuljahr Am kommenden Montag machen sich 12'618 Kinder und Jugendliche auf ins neue Schuljahr. Nach jahrelangem Wachstum ist die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schülern gegenüber dem Vorjahr ungefähr gleichbleibend. Die schulergänzende Betreuung entspricht bei der Bevölkerung weiterhin einem grossen Bedürfnis.

Rund 47 Prozent der Kindergarten- und Primarschulkinder nutzen das Angebot mittlerweile.

Insgesamt 1156 Kinder machen sich am Montag, 17. August 2026, mit ihrem «Znüni-Täschli»

auf in den ersten Kindergarten und starten damit als «Neulinge» in das Volksschulsystem.

Insgesamt zählt die Kindergartenstufe 2421, die Primarstufe 7168 und die Sekundarstufe 2983 Schülerinnen und Schüler. Hinzu kommen die 46 Kinder und Jugendlichen in einer Aufnahmeklasse. Somit zählt das neue Winterthurer Schuljahr 12'618 Schülerinnen und Schüler; 56 weniger als letzten Sommer.

Es werden total 646 Klassen geführt. Die Primarstufe startet mit 358 und die Sekundarstufe mit 158 Klassen. Die Kindergartenstufe zählt 130 Klassen, wovon drei als Wald- respektive Naturkindergarten geführt werden.

Zu den zwei bisherigen Wald- und Naturkindergärten am Lindberg sowie am Brühlberg eröffnet nach den Sommerferien ein dritter: ebenfalls am Lindberg, in der Nähe des Römerholzes.

Zusätzlich zu den Regelklassen werden sieben sogenannte Aufnahmeklassen geführt (Vorjahr:

acht). In diesen werden fremdsprachige Kinder und Jugendliche aufgenommen, bis sie genügend Deutschkenntnisse besitzen, um in eine Regelklasse wechseln zu können.

Genügend Lehrpersonal

Gemäss Rückmeldungen der Leitung Bildung konnten die offenen Lehrpersonenstellen bis auf einige Kleinpensen erfolgreich besetzt werden. Am einfachsten zu besetzen waren die offenen Stellen in der Primarstufe. In der Kindergarten- und Sekundarstufe erwies sich die Stellenbesetzung als etwas schwieriger.

Eher angespannt ist die Situation nach wie vor bei den Fachlehrpersonen im Bereich Sonderpädagogik und in der Logopädie. Insgesamt unterrichten im neuen Winterthurer Schuljahr 1517 kantonal und 732 kommunal angestellte Lehrpersonen.

Zudem werden 27 Zivildienstleistende den Schulbetrieb unterstützen.

Schulergänzende Betreuung auf hohem Niveau stabil

Die Nachfrage nach schulergänzender Betreuung bleibt stabil auf hohem Niveau. Für das neue Schuljahr wird von insgesamt 4565 Kindern (Vorjahr: ebenfalls 4565) ausgegangen, die für dieses Betreuungsangebot angemeldet sind. Die definitiven Zahlen für das neue Schuljahr liegen erst Ende Sommerferien vor.

Dennoch kann gesagt werden, dass die schulergänzende Betreuung einem grossen Bedürfnis entspricht und dass mittlerweile rund 47 Prozent aller Kindergarten- und Primarschulkinder dieses Angebot nutzen.

Infrastruktur und Schulbauten

Auch wenn die neusten Schülerinnen und Schüler-Zahlen auf dem Stand des Vorjahres stagnieren, bleibt es für die Stadt Winterthur weiterhin eine Herausforderung, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort genügend Schul- sowie Betreuungsraum zur Verfügung stellen zu können. Dies vor allem, da sich die Zahlen in den einzelnen Quartieren unterschiedlich entwickeln. Ausserdem zeichnet sich für die kommenden Jahre eine Schulraumknappheit in der Sekundarstufe ab.

Nach den Sommerferien nimmt die Stadt Winterthur den neuen Dreifach-Kindergarten Pflanzschulstrasse in Betrieb. Der neue Standort im Quartier Mattenbach umfasst zusätzliche Räume für die schulergänzende Betreuung, einen Bewegungsraum sowie Therapieräume.

Durch den Umzug der Kindergärten aus dem Schulhaus Geiselweid werden dort zusätzliche Klassenzimmer frei, die künftig von der Primarschule genutzt werden können. Bei der Primarschulanlage Talacker wird eine Sporthalle in Betrieb genommen, um die dringend benötigten Kapazitäten für die Schulsportlektionen zu erhöhen.

Profil. Berufsvorbereitung Winterthur mit erneutem Wachstum

Das Profil. Berufsvorbereitung Winterthur, ehemals «10. Schuljahr», verzeichnet für das Schuljahr 2026/27 erneut eine steigende Nachfrage. Um diesem Wachstum gerecht zu werden, werden im Profil. zwei zusätzliche Klassen eröffnet.

Somit führt das Profil. insgesamt 32 Klassen. Beim kommunalen Angebot «Vorkurs Deutsch Berufsvorbereitung», das junge Menschen gezielt auf den Einstieg ins Berufsvorbereitungsjahr hinführt, gab es hingegen einen Rückgang der Anmeldungen. Deshalb wird im Vergleich zum Vorjahr eine Klasse weniger (neu:

Schulsportkurse sind gefragt

Den Schülerinnen und Schülern bietet das Sportamt im neuen Schuljahr über 100 freiwillige Schulsportkurse an. Zu diesem beliebten Angebot des Sportamtes kommen drei neue Kurse hinzu: Light Contact Boxing, Rope Skipping (Seilspringen) sowie Tanzkurse für Mädchen in der Sekundarstufe. Weitergeführt werden die Mädchen-Fussballkurse, die im vergangenen Jahr neu lanciert wurden.

Eine Anmeldung für alle Kurse ist ab dem ersten Schultag, 17. August 2026, via städtische Webseite möglich: stadt.winterthur.ch/schulsportkurse.

Kommentare

User #9149 (nicht angemeldet)

646 Klassen die alle das gleiche, aber an einem anderen Ort erzählen. Die Schule ist ein riesiges Business für Staatsangestellte. Und das in nur einer Stadt. Über den Kanton gibt es tausende hoch gebildete Lehrer obwohl es eigentlich nur einen pro klassenstufe braucht. Ist ja nicht so als ob jeder Lehrer noch sein eigenes Lehrbuch schreiben muss wie anno dazumals

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