Winterthur: Schlosstalstrasse bleibt bei Tempo 50

In Winterthur wird das letzte Teilstück der Schlosstalstrasse saniert. Das Projekt kostet rund sieben Millionen Franken und liegt ab sofort 30 Tage auf.

Winterthur
Winterthur: Schlosstalstrasse bleibt bei Tempo 50 (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

Die Schlosstalstrasse und die darunter liegenden Werkleitungen müssen im Bereich zwischen der A1-Autobahnbrücke und dem Aldi saniert werden. Das Sanierungsprojekt für den knapp einen Kilometer langen Abschnitt liegt während 30 Tagen auf. Die Stadt verzichtet auf eine Anordnung von Tempo 30. Die Schlosstalstrasse, welche die Stadtteile Töss und Wülflingen verbindet, wurde seit 2008 in mehreren Etappen saniert.

Die Kanalisation aus dem Jahr 1936 muss saniert werden

Das letzte verbleibende Teilstück ist der rund 950 Meter lange Abschnitt zwischen Aldi und der A1-Autobahnbrücke. Die Kanalisation aus dem Jahr 1936 muss saniert und vergrössert werden, ebenso verschiedene Werkleitungen. Der Strassenbelag ist in sehr schlechtem Zustand, die drei Bushaltestellen mit sechs Haltekanten sind nicht hindernisfrei, verfügen über keine Betonplatten und sind nicht für Doppelgelenkbusse ausgelegt.

Das Vorprojekt wurde 2021 der Bevölkerung zur Mitwirkung vorgelegt (Medienmitteilung vom 25. Juni 2021), nun liegt das ausgearbeitete Strassenprojekt vor.

Gegenüber dem heutigen Zustand sind Verbesserungen für den Fussverkehr vorgesehen, etwa ein neuer Übergang nahe der Tössbrücke, normgerechte Mittelinseln sowie teils breitere Trottoirs. Die Velostreifen werden von 1,25 auf 1,5 Meter verbreitert. Es werden, wo der Platz es zulässt, zusätzliche Bäume gepflanzt.

Schlosstalstrasse bleibt Tempo 50

Notwendiger Teil der Überarbeitung des Projekts war auch der Lärmschutz. Obwohl der betroffene Abschnitt im städtischen «Zielbild Temporegime» für Tempo 30 vorgesehen ist, verzichtet die Stadt in ihrem Sanierungsprojekt auf eine Anpassung der Höchstgeschwindigkeit. Durch Tempo 30 könnten, auch wegen des weiterhin vorhandenen Autobahnlärms, nur gerade 27 Anwohnende vor einer Überschreitung des Immissionsgrenzwerts geschützt werden.

Demgegenüber stünden Verlustzeiten für den öffentlichen Verkehr von 30 Sekunden und mehr. Weil lärmarme Beläge aufgrund des hohen Schwerverkehrsanteils ungeeignet sind, soll die Lärmsanierung mittels Schallschutzfenstern erfolgen.

Die Gesamtkosten (ohne Kanalprojekt) belaufen sich auf rund sieben Millionen Franken. Der Baubeginn könnte im günstigsten Fall im Frühjahr 2028 erfolgen. Das Projekt wird ab heute für 30 Tage aufgelegt, in dieser Zeit läuft die Einsprachefrist.

Die Auflagedokumente können unter stadt.winterthur.ch eingesehen werden.

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