Thi My Lien Nguyen erhält den Kulturförderpreis 2026
Der Stadtrat von Winterthur zeichnet Thi My Lien Nguyen aus. Die Künstlerin wird für ihre zukunftsweisende Praxis geehrt, die Fotografie mit Analogem verbindet.

Der Stadtrat verleiht den Kulturförderpreis 2026 an die Künstlerin Thi My Lien Nguyen, teilt die Stadt Winterthur mit. Sie wird für eine eigenständige und zukunftsweisende künstlerische Praxis ausgezeichnet, die Fotografie mit experimentellen Verfahren verbindet und aktuelle Fragestellungen rund um Materialität, Erinnerung und künstlerische Prozesse aufgreift.
Die diesjährige Empfängerin des Kulturförderpreises, Thi My Lien Nguyen (geboren 1995), gehört zu den vielversprechenden Stimmen der jungen Kunstszene in Winterthur. Mit der Auszeichnung würdigt der Stadtrat eine Künstlerin, die durch ihre klare Haltung, ihre experimentelle Arbeitsweise und ihre gesellschaftliche Relevanz überzeugt.
Der Förderpreis ermöglicht es ihr, ihre künstlerische Praxis gezielt weiterzuentwickeln und längerfristige Projekte zu realisieren.
Anerkennung über die Region hinaus
In ihrer Arbeit verbindet Thi My Lien Nguyen fotografische Verfahren mit analogen und materiellen Prozessen und entwickelt daraus eine eigenständige künstlerische Sprache. Ihre Werke wurden in den vergangenen Jahren unter anderem im Kunstmuseum St. Gallen und im Kunstmuseum Thurgau gezeigt und sind in öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter auch in der Kunstsammlung der Stadt Winterthur.
Für ihre Arbeit wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem «Focus Photo Grant» von Pro Helvetia sowie dem Kunstpreis des «Galerieverein Freunde Kunst Museum Winterthur».
Fotografie als Prozess des Erinnerns
Aktuell baut sie in ihrem Atelier im Maison Faison (hinter der Villa Sträuli) eine eigene Dunkelkammer auf und vertieft ihre Arbeit mit analogen und alternativen fotografischen Verfahren. Diese zeitintensiven Prozesse ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit Materialität und Bildproduktion.
Parallel dazu entstehen neue Arbeiten, die Fotografie mit rituellen und körperlichen Praktiken verbinden. Fotografie dient hier nicht nur der Dokumentation, sondern wird selbst zu einem Akt des Erinnerns und Erneuerns.
Die Preisverleihung findet am 17. November 2026 im Stadthaus Winterthur statt. Weitere Informationen folgen zu gegebener Zeit.






