Eine Begrünung des bahnseitigen Strassenraums der Rudolfstrasse ist nur bedingt möglich.
Blick auf die Stadt Winterthur. - Keystone

Eine Begrünung des bahnseitigen Strassenraums, des Liftturms zum Parkhaus, der Fassade des Parkhauses und entlang der Gleisabschrankungen in der Rudolfstrasse ist nicht möglich. Die engen Platzverhältnisse, die Funktion der Rudolfstrasse, die Eigentumsverhältnisse und die sicherheitstechnischen Vorgaben der SBB lassen eine zusätzliche Bepflanzung nicht zu.

Zu diesem Schluss kommt der stadträtliche Bericht zu einem entsprechenden Postulat. Zwischen der Häuserzeile und der Gleisanlage entsteht mit einer neu gepflanzten Baumreihe jedoch ein attraktiver Flanierbereich. Wo es die Platzverhältnisse zulassen, werden weitere Begrünungen ins Projekt aufgenommen.

Für den Stadtrat ist klar, dass Bepflanzungen von öffentlichen Räumen einen wichtigen Beitrag zur Aufenthaltsqualität leisten und dass sie auch klimapolitisch bedeutsam und willkommen sind.

Die Lindenreihe entlang dem Gleis 9 konnte wegen der Verlegung der Parkhausrampe von der Zürcherstrasse zur Wülflingerstrasse, dem Bau der Personenunterführung Nord und der Veloquerung, der Neugestaltung der Rudolfstrasse, dem Bau der unterirdischen Velostation und der oberirdischen Veloparkierung bis auf vier Linden im Abschnitt der Paul- bis Gertrudstrasse bedauerlicherweise nicht erhalten werden.

Die wenigen Bäume, die nicht bereits den Bauarbeiten zum Opfer fielen, hätten aufgrund schlechter Rahmenbedingungen an diesem schwierigen Standort ebenfalls nur noch wenige Jahre erhalten werden können.

Ein Ersatz oder eine Neuanordnung von Pflanzen an den Zäunen entlang den Gleisen/Fahrleitungen hat das Tiefbauamt nicht weiterverfolgt, weil diese Begrünungen aus regulatorischen und sicherheitstechnischen Vorgaben von den SBB nicht bewilligt werden.

Dies gilt auch für eine Begrünung des Parkhauses inkl. der Rampe und der Liftanlage, die zudem im Eigentum und der Zuständigkeit der Bahnhof-Parkhaus Winterthur AG steht.

Die neugestaltete Rudolfstrasse als Zone für Fussgängerinnen und Fussgänger bleibt ein wichtiger und intensiv genutzter Verkehrsraum, der viele unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen muss. Neben den Anliegen der Fussgängerinnen und Fussgänger und der Velofahrenden müssen die Liegenschaften für Anlieferungen, für ihre Kunden und für die

Blaulichtorganisationen erreichbar sein. Für eine gleisnahe Begrünung in diesem verkehrlich stark beanspruchten, sehr engen und mit vielen ober- wie auch unterirdischen Infrastrukturen ausgestatteten Raum fehlt deshalb schlichtweg der Platz für eine zusätzliche nachhaltige Begrünung.

Neue Baumreihe und ein attraktiver Flanierbereich

Zwischen der Häuserzeile und der Gleisanlage entstehen über der unterirdischen Velostation aber eine neue Baumreihe und ein attraktiver Flanierbereich. Wo es die Platzverhältnisse zulassen, wurden weitere Begrünungen ins Projekt aufgenommen.

So konnten vor dem EsseAreal und auf der Seite des Bahnhofplatzes bei der Turnerstrasse neue, zusätzliche Baumstandorte mit Sitzmöglichkeiten im Sinne von kleinen «grünen Inseln» geschaffen werden.

Der Stadtrat ist überzeugt, dass mit der Realisierung der Neugestaltung der Rudolfstrasse auch ohne eine Begrünung bahnseitig ein überaus attraktiver, hochwertiger innerstädtischer Raum des Ankommens, Verweilens und Durchgehens entstehen wird.

Mit Blick auf die dritte Etappe der Rudolfstrasse ist der Stadtrat gerne bereit, im Rahmen der laufenden Planungsarbeiten für die Neugestaltung im Abschnitt Paul- bis Gertrudstrasse den Erhalt der bestehenden Bäume zu prüfen sowie die Schaffung von teilweise unversiegelten Flächen anzustreben.

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