16 Dauerzählstellen erfassen den Verkehr in der Stadt

Nau.ch Lokal
Nau.ch Lokal

Winterthur Stadt,

Die Stadt Winterthur richtet erstmals Dauerzählstellen ein, um aktuelle Daten zu Auto-, Velo- und Fussverkehr zu erfassen und die Planung zu verbessern.

Die ZHAW Winterthur.
Die ZHAW Winterthur. - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Stadt Winterthur berichtet, hinkt die Ausrüstung mit Verkehrszählstellen dem Schweizer Standard weit hinterher. Um ein Grundangebot an Verkehrsdaten für den motorisierten Verkehr, den Velo- und Fussverkehr zu erheben, sollen in einer ersten Etappe sechzehn Dauerzählstellen eingerichtet werden.

Die Stadt Winterthur verfügt nur über ein minimales Zählstellennetz für den Verkehr. Während die Stadt Zürich über hundert Zählstellen betreibt und der Kanton rund 470, ist es in Winterthur nur eine Handvoll. Entsprechend fehlen für die wichtigsten städtischen Verbindungen aktuelle Verkehrsdaten. Werden diese gebraucht, werden sie mit Stichproben projektspezifisch durch externe Büros erfasst.

Der Stadtrat hat dem Tiefbauamt bereits 2021 den Auftrag erteilt, eine Strategie für den Aufbau einer zeitgemässen Verkehrsdatenerfassung zu erstellen. Das Konzept wurde am 4. Dezember 2024 zur Kenntnis genommen.

Schrittweise zum flächendeckenden Verkehrsnetz

Es sieht für alle Verkehrsarten drei Ausbaustufen vor. In einem ersten Schritt werden Zählstellen an relevanten Achsen und in zentralen Gebieten erstellt. Sie bilden das Minimum an nötiger Netzdichte, um die Nachfrage nach Verkehrsdaten abzudecken.

In einem zweiten und dritten Schritt soll das Messstellennetz weiter verdichtet werden, sodass eine bessere Datenqualität vorhanden ist. Insgesamt umfasst das Konzept 67 neue Standorte für insgesamt 82 neue Dauerzählstellen.

Parlament entscheidet über erste Etappe

In der ersten Stufe sollen elf neue Zählstellen auf kantonalen Hauptverkehrsstrassen mit mehr als 15'000 Fahrten pro Tag erstellt werden. Vier davon erfassen neben dem motorisierten Individualverkehr und dem öffentlichen Verkehr auch den Veloverkehr.

Spezifisch nur für Velos werden weitere fünf Zählstellen auf den städtischen Velorouten und dem Cityring umgesetzt. Für den Fussverkehr sind während der nächsten drei Jahre temporäre Erhebungen mit Videokameras vorgesehen, an jeweils sieben aufeinanderfolgenden Tage.

Die neun Standorte liegen im Bahnhofsgebiet, an Querungen wichtiger Einfallsachsen und in Gebieten mit hohem Entwicklungspotenzial.

Kosten sparen durch Nutzung alter Infrastruktur

Wo möglich, wird vorhandene Infrastruktur (Stromanschlüsse, Bodenschlaufen, Gehäuse) von früheren Zählstellen der Stadtpolizei wieder ertüchtigt, um Kosten für die Installation zu sparen. Diese Anlagen sind veraltet und seit 2018 nicht mehr in Betrieb.

Für die Umsetzung der ersten Etappe wird dem Stadtparlament ein Kredit in Höhe von 1,99 Millionen Franken vorgelegt. Rund 1,64 Millionen Franken davon können voraussichtlich über den kantonalen Strassenfonds finanziert werden.

Die Kosten für eine spätere zweite Ausbaustufe werden auf 2,4 Millionen Franken geschätzt, die der dritten Ausbaustufe auf rund 1,6 Millionen Franken, wovon jeweils ebenfalls der Grossteil aus dem kantonalen Strassenfonds finanziert werden soll.

Verkehrsdaten schaffen Transparenz

Die wichtigsten Verwendungszwecke der erhobenen Daten liegen im Bereich der Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, der Luft- und Lärmberechnungen und der Verkehrsstatistik. Die Daten können in aufbereiteter Form auch für die Kommunikation in der Öffentlichkeit benutzt werden.

Dies kann zum Beispiel mittels Einbindung in Datenportale («Winterthur in Zahlen» oder die kantonale Verkehrsplattform «Verkehr Online») geschehen. Auch ein jährlicher Verkehrsbericht ist denkbar – der letzte erschien im Jahr 2012.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

hüttengeschichten
5 Interaktionen
Vegan, Vegi, Gluten
Protest
530 Interaktionen
Weil Eltern zahlen?

MEHR AUS WINTERTHUR

defekte Abwasserdruckleitung
Winterthur ZH
Stadtpolizei Winterthur
Winterthur ZH
2 Interaktionen
Winterthur
Bus
Winterthur