Am Samstag, 21. Mai 2022, spielte Neuchâtel Xamax gegen den FC Wil 1900. Die Wiler mussten im Derby eine deutliche 2:5-Niederlage einstecken.
Die erste Mannschaft, des FC Wil. - Wil
Die erste Mannschaft, des FC Wil. - Wil - FC Wil

Bereits bei der Aufstellung der Wiler wurde klar, dass es im letzten Saisonspiel um nichts mehr ging. Trainer Iacopetta experimentierte und brachte unter anderem Luan Abazi das zweite Mal in dieser Saison von Anfang an im Sturm. Auch die Verteidigung war gegenüber vielen Spielen dieser Saison komplett neu besetzt – erstmalig mit dem Innenverteidiger-Duo Muntwiler/Zali.

Auf den Aussenbahnen kamen mit Heule und Frei ebenfalls zwei Spieler zum Einsatz, die sich zuletzt mit der Reservistenrolle begnügen mussten. Am Ende war es aber dann doch die eine Konstante, die auch in dieser Partie überwog – nämlich jene der Enttäuschung. Das 5:2 wäre auch dieses Mal in der Höhe absolut vermeidbar gewesen – zumal der Gegner nicht mehr Torabschlüsse verzeichnen konnte. Was die Akteure allerdings auf fremdem Terrain in dieser Saison zeigten, war schlicht zu wenig.

Die Wiler waren auch an diesem Samstag in der altehrwürdigen Maladière in Sachen Spielanteile auf Augenhöhe mit den Gegnern, und das Spiel war insgesamt sehr ausgeglichen. Gleichzeitig blieb das der wiederholt einzige Trost dieser blossen Statistik. Punkte konnte man keine aus der Fremde mitnehmen. Die Eigenfehler des FC Wil 1900 sind seit Monaten zu gravierend, wie in den letzten drei Auswärtsspielen kassierte man auch im letzten Saisonspiel fünf Gegentore.

Man muss sich die Frage gefallen lassen, ob mit den vielen Experimenten gegen Saisonende eine bessere Platzierung aufs Spiel gesetzt wurde. Doch der Verein hat sich im Hinblick auf die kommende Saison bewusst dazu entschieden. Es wird sich somit nach der Sommerpause zeigen, ob sich dies gelohnt hat. Dafür braucht es eine Leistungssteigerung des ganzen Teams. Spektakel ist gut – doch am Ende des Tages muss Zählbares rausschauen. Und das war leider zu selten der Fall.

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