Glärnisch- und Hubstrasse sollen umfassend erneuert werden
Mehr Sicherheit und weniger Lärm: Der Stadtrat von Wil verabschiedet die Bauprojekte für die Glärnisch- und Hubstrasse zuhanden des Stadtparlaments.

Wie die Stadt Wil SG mitteilt, hat der Stadtrat die Bauprojekte für die Umgestaltung der Glärnischstrasse und der Hubstrasse genehmigt. Die entsprechenden Berichte und Anträge für die beiden Baukredite wurden zuhanden des Stadtparlaments freigegeben.
Dem Stadtparlament werden darin für die Glärnischstrasse ein Bruttokredit von 4,9 Millionen Franken und für die Hubstrasse ein Bruttokredit von 3,0 Millionen Franken beantragt. Dazu werden Beiträge des Bundes aus dem Agglomerationsprogramm erwartet.
Die Glärnischstrasse ist eine wichtige Verbindung für alle Verkehrsteilnehmenden. Sie weist heute Defizite bei Verkehrs- und Schulwegsicherheit, Hindernisfreiheit und Lärmschutz auf. Mit dem Bauprojekt wird sie erneuert, betrieblich angepasst und gestalterisch aufgewertet.
Im südlichen Abschnitt bleibt Tempo 50 bestehen; es wird eine Kernfahrbahn mit beidseitigen Velostreifen erstellt. Im nördlichen Abschnitt ist eine Schmalfahrbahn mit Tempo 30 vorgesehen.
Schulwegsicherheit wird verbessert
Entlang der gesamten Strecke werden durchgehend beidseitige Trottoirs sowie gesicherte Querungsmöglichkeiten geschaffen. Dadurch werden insbesondere die Schulwegsicherheit und die Hindernisfreiheit verbessert. Gleichzeitig wird die Lärmbelastung im nördlichen Abschnitt reduziert.
Das Vorprojekt zur Umgestaltung der Glärnischstrasse wurde im Jahr 2022 vom Stadtrat genehmigt und anschliessend der öffentlichen Mitwirkung unterstellt. Die eingegangenen Rückmeldungen wurden ausgewertet und führten zu punktuellen Anpassungen am Projekt.
Zudem fanden vertiefte Abklärungen zum Erhalt der Baumallee auf der Höhe des Schulhauses Matt sowie zum Schleichverkehr in den angrenzenden Quartieren statt. Das Bauprojekt wurde daraufhin weiterentwickelt und mit den angrenzenden Drittprojekten Areal Kindlimann, Areal Allmend und Unterführung Hubstrasse abgestimmt.
Diverse Anpassungen gegenüber dem Vorprojekt
Gegenüber dem Vorprojekt wurden verschiedene Optimierungen vorgenommen. So wurde die ursprünglich vorgesehene Kap-Bushaltestelle (Haltestelle mit Fahrbahnverengung für einen gesicherten Warte- und Einstiegsbereich für Busnutzende) im Bereich Matt aufgehoben und durch eine Fahrbahnhaltestelle im Bereich der Allmend ersetzt.
Entlang des Entwicklungsareals Kindlimann wird das Trottoir durchgehend ausgebildet. Zudem wurde die Schnittstelle zur Allmend überprüft und die Lage der geplanten Baumstandorte so festgelegt, dass die heutige Nutzung der Allmend durch den Zirkus Knie weiterhin möglich bleibt.
Bruttokredit von 4,9 Millionen Franken
Für die Umgestaltung der Glärnischstrasse beantragt der Stadtrat dem Stadtparlament einen Bruttokredit von 4,9 Millionen Franken. Der Bund leistet im Rahmen des Agglomerationsprogramms der 4. Generation voraussichtlich einen Beitrag von rund 1,46 Millionen Franken.
Die Nettokosten für die Stadt Wil betragen damit rund 3,44 Millionen Franken. Da die Bundesbeiträge finanzrechtlich nicht rechtsverbindlich zugesichert sind, wird dem Stadtparlament ein Bruttokredit beantragt.
Ziel ist die Beratung des Baukredits durch das Stadtparlament im Herbst 2026. Das Departement Bau, Umwelt und Verkehr ist mit den betroffenen Grundeigentümern in Kontakt und wird die entsprechenden Landverhandlungen führen, das Auflageprojekt erarbeiten und das Bauprojekt zur kantonalen Vorprüfung einreichen.










