FC Wil reist zum Härtetest nach Vaduz
Am 31. August 2025 trifft der FC Wil 1900 im Rheinpark Stadion auf den ungeschlagenen FC Vaduz. Nach dem 1:3 gegen Rapperswil ist eine Reaktion gefragt.

Auf den FC Wil wartet nach der enttäuschenden 1:3-Heimniederlage gegen den FC Rapperswil-Jona am Sonntag, 31. August 2025, bereits die nächste grosse Bewährungsprobe.
Im Rheinpark Stadion trifft man auf den FC Vaduz – ein Team, das mit drei Siegen und zwei Unentschieden noch ungeschlagen ist und seine Ambitionen auf die vorderen Tabellenränge früh untermauert hat.
Wiedergutmachung gefragt
Die Wiler reisen mit Wut im Bauch nach Liechtenstein. Die Leistung gegen Rapperswil war deutlich zu wenig – vor allem in puncto Intensität, Ordnung und Durchschlagskraft. Dass die Mannschaft Qualität besitzt, steht ausser Frage.
Doch es gelingt ihr noch nicht, diese über 90 Minuten konstant abzurufen. Trainer Marco Hämmerli wird gezwungen sein, sowohl taktisch als auch personell Anpassungen vorzunehmen.
Besonders im Fokus: die Stabilisierung der Defensive sowie das Wiederbeleben der zuletzt ungenügenden Offensivabteilung. Spieler wie Ndau, Hajij oder Neuzugang Diarra sind gefordert, Verantwortung zu übernehmen – mit Taten auf dem Platz.
Vaduz mit gefährlicher Offensive
Der FC Vaduz bleibt das sportliche Aushängeschild des Fürstentums Liechtenstein – und hat sich auch in dieser Saison wieder eine schlagkräftige Equipe zusammengestellt. Besonders die Offensive ist gefährlich: Mit Ayo Akinola, der in Wil kein Unbekannter ist, haben die Vaduzer einen explosiven Angreifer verpflichtet, der mit Tempo und Abschlussstärke neue Akzente setzt.
Die erfahrene Achse rund um Torhüter Schaffran, Abwehrchef Simani sowie die Mittelfeldspieler Eberhard und Seiler bringt Ruhe und Struktur ins Spiel. Ergänzt wird das Team durch technisch versierte Akteure wie Schwizer, die den Unterschied ausmachen können.
Vaduz ist in Form: Fünf Spiele, drei Siege, zwei Remis – ein souveräner Saisonstart mit hoher Abschluss-Effizienz und klarer Spielidee. Der FC Wil 1900 hingegen aktuell mehr Schatten als Licht. Auf einen guten Auftakt folgten Leistungsschwankungen, zuletzt ein Rückschlag gegen Rapperswil. Die Formkurve stagniert – das Potenzial aber ist unbestritten.
Aussenseiterrolle als Chance
Vaduz ist klar der Favorit. Doch gerade diese Ausgangslage kann für den FC Wil 1900 befreiend wirken: weniger Druck, klare Rollenverteilung, und die Gelegenheit, gegen einen starken Gegner Charakter zu zeigen.
Voraussetzung: eine geschlossene Mannschaftsleistung, taktische Disziplin und der unbedingte Wille, sich zu steigern. Gelingt das – dann liegt eine Überraschung in der Luft.