Budget 2026: Steuerfuss bleibt bei 77 Prozent

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Für das Jahr 2026 rechnet der Gemeinderat von Zuzwil mit einem Defizit von 1,46 Millionen Franken – bei einem unveränderten Steuerfuss von 77 Prozent.

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Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Zuzwil schliesst deutlich besser ab als budgetiert: immerhin über 1,1 Millionen Franken wurden für den Gemeindehaushalt weniger benötigt. (Symbolbild) - Depositphotos

Wie die Gemeide Zuzwil schreibt, schliesst die Erfolgsrechnung 2025 mit einem Aufwandüberschuss von 576'633,77 Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von knapp 1,7 Million Franken. Damit fällt das Ergebnis um über 1,1 Millionen Franken besser aus als erwartet.

Zwei Hauptgründe führten zur Besserstellung: höhere Steuereinnahmen – insbesondere aus den Grundstückgewinnsteuern sowie Mehrerträge im Bereich der Sozialen Sicherheit.

Der Aufwandüberschuss wird dem freien Eigenkapital belastet. Dieses beträgt per Ende Dezember 2025 immerhin noch rund 9,3 Millionen Franken.

Die Geldflussrechnung zeigt eine Zunahme der flüssigen Mittel um knapp 940'000 Franken. Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt per 31. Dezember 2025 rund 2,84 Millionen Franken.

Budget 2026: Defizit reduziert

Der Budgetentwurf 2026 sah bei einem Aufwand von rund 30,4 Millionen Franken und einem Ertrag von 28,7 Millionen Franken ursprünglich ein Defizit von 1,7 Millionen Franken vor. Nach verschiedenen Anpassungen durch den Gemeinderat und Einsparungen konnte das Defizit auf 1'463'300 Franken reduziert werden.

Insgesamt ergaben die Entlastungen rund 240'000 Franken. Nebst gestrichenen kleineren Aufwänden soll die Aufwertung des Begegnungsplatzes sowie die Anpassung auf eine LED-Beleuchtung im Schulhaus Wiesengrund weiter nach hinten verschoben werden.

Die Gemeinde profitiert weiterhin vom Zuwachs der einfachen Steuer aus Einkommen und Vermögen der natürlichen Personen bei gleich vielen Steuerpflichtigen. Der «Ausreisser» bei den Einnahmen aus Grundstückgewinnsteuern ist einmalig und konnte so nicht vorausgesehen werden.

Nach wie vor gilt für den Gemeinderat, mit den vorhandenen Mitteln sorgsam umzugehen, weil die Gemeinde ein strukturelles Defizit hat. Erfreulich ist, dass die budgetierten Ausgaben gegenüber dem effektiven Ergebnis 2025 nur rund 40'000 Franken mehr betragen.

Investitionen mit Augenmass

Die Nettoinvestitionen 2025 beliefen sich auf rund 731'000 Franken. Dazu gehörten der Abschluss der energetischen Sanierung des Gemeindehauses, die Sanierung der erste Etappe der Weierenstrasse sowie ein Beitrag an die Umsetzung des Betriebs- und Gestaltungskonzepts (BGK) an der Mittel-/Unterdorfstrasse.

Für das Jahr 2026 sind Nettoinvestitionen von rund 1,62 Millionen Franken vorgesehen. Schwerpunkte bilden die Sanierung der zweite Etappe der Weierenstrasse, rund eine Million Franken sowie der Kostenanteil an die neue Brücke über die Thur zwischen der ARA und dem Gillhof für 400'000 Franken.

Des weiteren ist die Erstellung Bauprojekt für einen Hochwasserschutz am Dorfbach geplant, Kostenpunkt 200'000 Franken, sowie der Rest für Umsetzung des BGK Mittel-/Unterdorfstrasse: 187'300 Franken.

Finanzplanung bis 2030

Die Finanzplanung zeigt, dass die erwarteten Defizite in den kommenden Jahren mit dem vorhandenen Eigenkapital von über 9,3 Millionen Franken gedeckt werden können.

Bis im Jahr 2030 dürfte der Bilanzüberschuss gemäss aktueller Planung auf rund 2,9 Millionen Franken sinken. Grössere Projekte stehen in den kommenden Jahren an.

Dazu gehören ein möglicher Neubau oder die Sanierung des Schulhauses Unterdorf, die Verlegung des Werkhofs oder die Realisierung der Hochwasserschutzmassnahmen. Für die Hochwasserschutzmassnahmen genehmigte die Stimmbürgerschaft bereits einen Bruttokredit von 15,3 Millionen Franken.

Die Sanierung weiterer Gemeindestrassen werden die finanzielle Situation künftig stark beeinflussen. Der Gemeinderat wird die Entwicklung sorgfältig beobachten und rechtzeitig Antrag für eine Anpassung der Steuersätze stellen.

Steuerfuss bleibt unverändert

Der Steuerfuss beträgt seit dem Jahr 2022 erfreuliche 77 Prozent und soll auch im Jahr 2026 unverändert bleiben. Ebenso bleibt der Grundsteuersatz bei 0,4 Promille.

Dank zurückhaltender Investitionstätigkeit in den vergangenen Jahren und einer stabilen, leicht steigenden Steuerkraft konnte die Verschuldung pro Einwohner weiter gesenkt werden. Dies dürfte sich jedoch mit den anstehenden grösseren Projekten wieder ändern.

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