Wie die Gemeinde Wetzikon mitteilt, hat die Schulpflege für die Legislatur 2022 bis 2026 das Ziel «Die Schule Wetzikon ist inklusiv ausgerichtet.» gewählt.
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Die Situation im Schulbetrieb hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Heterogenität in den Klassen ist mittlerweile eine der grössten Herausforderungen für alle Mitarbeitenden.

Dies haben Beanspruchungsumfragen beim Personal ergeben, die Behördenmitglieder stellen dies während ihrer Schulbesuche fest, und die Schulleitungen sind zunehmend gefordert, für besondere Situationen in den Klassen unterstützende Lösungen zu finden.

Kinder sind auf unterschiedlichem Entwicklungsstand

Weiter werden mit Besorgnis die jährlich steigenden Kosten im Sonderschulbereich beobachtet. Generell wird festgestellt, dass es immer mehr Kindern beim Schuleintritt an Grundfertigkeiten (Sprache, Motorik, Sozialverhalten) mangelt und sie dadurch oft auch in ihrer Entwicklung an einem anderen Ort stehen als die Kinder früherer Generationen. Einerseits hängt dies sicher damit zusammen, dass die Kinder heute aufgrund der Verschiebung des Schuleintrittsalters beim Start im Kindergarten jünger sind.

Andererseits spürt die Schule in den letzten Jahren generell die Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels. Dieser ist geprägt von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise einer verstärkten Digitalisierung, einer aktiveren Vernetzung der Eltern untereinander, einer erhöhten Nutzung von Social Media durch die Eltern und durch die Kinder et cetera.

Aus dieser Situation ergibt sich das Fazit: Die Kinder und ihr Verhalten haben sich im Verlauf der Jahre zwar merklich verändert, die Schule funktioniert im Grundsatz aber nach wie vor gleich wie eh und je.

Es ist Zeit, dass die Schule Wetzikon sich bewegt

Die Schule Wetzikon wird sich deshalb in den nächsten Jahren intensiv mit dem Thema «Inklusion» befassen. Die Schulleitungen haben bereits auf «Lernreisen» verschiedene Schulen besucht, welche schon heute inklusiv unterwegs sind, alternative Unterrichtsmodelle eingeführt haben und mit neuen Methoden erfolgreich mit den Kindern arbeiten.

Es folgen nun weitere «Lernreisen», bei welchen die Schulleitungen auch von Lehrpersonen, weiteren Mitarbeitenden und den Behördenmitgliedern begleitet werden. Ziel ist es, Schulen zu besuchen, welche für sich gewinnbringende Antworten zum Umgang mit Heterogenität und Vielfalt gefunden haben.

Dies soll Einblicke und neue Impulse geben, um an der Schule Wetzikon in Begleitung von externen Fachpersonen einen Changemanagement-Prozess auszulösen.

Inklusion ist eine Fortführung der Integration

Die Inklusion ist eine Weiterführung der bisherigen Integration. Bei der Integration geht es um die Frage, wie ein Kind unterstützt werden kann, damit es in die Schule passt. Man geht also «vom Kind aus». Die Inklusion stellt sich die Frage, wie sich die Schule anpassen muss, damit alle Schüler gut lernen können. Die Anpassungsleistung erfolgt somit auf Seiten der Schule.

Bei der Inklusion geht es aber nicht nur um Kinder mit starken «Beeinträchtigungen und Behinderungen», sondern auch um Kinder der Regelschulen, Kinder mit besonderen Begabungen, fremdsprachige Kinder, Kinder mit kurzen Aufmerksamkeitsspannen, kreative Kinder et cetera. Sie alle sollen in der inklusiven Schule eine Gemeinschaft finden und ihre Lernerfolge haben.

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