Rechnung 2025: Nach drei Jahren erstmals wieder positiv
Mehr Steuern, tiefere Ausgaben: Die Stadt Weinfelden schliesst ihre Rechnung nach drei Jahren wieder positiv ab und ist «finanziell auf einem guten Weg».

Die Stadtrechnung 2025 schliesst mit einem Plus von rund 1,48 Millionen Franken zum zweiten Mal in Folge deutlich besser ab als prognostiziert. Das teilt die Stadt Weinfelden am Mittwoch, 22. April, mit.
Budgetiert war ein Minus von rund 1,33 Millionen Franken.
Hauptgründe für das Ergebnis sind höhere Steuereinnahmen und Einsparungen in verschiedenen Ressorts.
Rund 2,8 Millionen besser als angenommen
Wie im Budget 2025 bereits angenommen, sind die Steuereinnahmen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – bei den juristischen Personen (Unternehmen) und im Bereich der Quellensteuern allerdings deutlich stärker als budgetiert.
Gepaart mit einer ausserordentlich hohen Dividende der Technischen Betriebe Weinfelden AG und einem Minderaufwand der Stadtverwaltung schliesst die Stadt Weinfelden das Geschäftsjahr mit einem Plus von rund 1,48 Millionen Franken ab – und damit rund 2,8 Millionen Franken besser als angenommen.
Damit wurde das Ziel, mittelfristig wieder positiv abzuschliessen, vorerst erreicht.
Stadtpräsident Simon Wolfer sagt: «Wir freuen uns natürlich über den guten Abschluss. Wichtig ist, diesen Abschluss im Kontext richtig einzuordnen. In den kommenden Jahren kommen einige Investitionen und Kostensteigerungen auf uns zu, die wir bislang nicht angehen konnten. Aber die schwarze Zahl zeigt uns, dass wir uns finanziell auf einem guten Weg befinden.»
Mehr Steuereinnahmen und Einsparungen
Ein wichtiger Treiber der Mehreinnahmen ist der höhere Steuerertrag (plus 0,95 Millionen Franken im Vergleich zum Budget). Hinzu kommt eine ausserordentlich hohe Dividende durch die Technische Betriebe Weinfelden AG ( plus 0,74 Millionen Franken im Vergleich zum Budget).
Weiter tragen geringerer Personalaufwand (minus 0,38 Millionen Franken im Vergleich zum Budget) und tiefere Ausgaben diverser Ämter positiv zum Abschluss bei.
Der Bereich Kultur, Sport und Freizeit, die Öffentliche Sicherheit, die soziale Sicherheit, der Bereich Verkehr und der Bereich Umweltschutz schliessen total rund 1,3 Millionen Franken unter Budget ab.
«Eine Kombination von Sparmassnahmen, Verschiebungen auf Folgejahre und kurzfristigen Sondereffekten in verschiedenen städtischen Bereichen hat zu diesem positiven Abschluss beigetragen.»
Keine Überraschungen auf der Ausgabenseite
Negativ ins Gewicht fallen die Gesundheitskosten durch Beiträge an Dritte, die weiterhin konstant steigen. Insbesondere die Beiträge an Prämienverbilligungen liegen 0,27 Millionen Franken deutlich über Budget.
Ansonsten verzeichnet die Schlussrechnung keine relevanten Budget-Überschreitungen.
Prognosen zur Entwicklung des Steuerfusses aktuell schwierig
Durch den guten Jahresabschluss ist die Selbstfinanzierung der Stadt wieder auf etwas über drei Millionen Franken gestiegen.
«Unsere frühere Prognose, dass im Jahr 2027 eine moderate Steuererhöhung anstehen könnte, hat sich dank dieses Gewinns erfreulicherweise relativiert», sagt Wolfer.
«Ob es in den kommenden Jahren eine Änderung am Steuerfuss bedarf, hängt vor allem von der momentan unsicheren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der Höhe anstehender Investitionen in die städtische Infrastruktur und den Auswirkungen der Abschaffung der Liegenschaftensteuer im Jahr 2029 ab.»










