Wädenswil plant Aufwertung des Zentrums
Die Stadt Wädenswil will das Stadtzentrum mit 31 Massnahmen beleben und aufwerten. Im Fokus stehen Plätze, Verkehr und Zusammenarbeit im Ortskern.

Wie die Stadt Wädenswil mitteilt, hat der Stadtrat Massnahmen für die Aufwertung des Wädenswiler Stadtzentrums definiert. Einige davon werden bereits in den nächsten Monaten umgesetzt.
Grundlage bildet eine umfassende Analyse des Zentrums und eine neu erarbeitete Strategie. Das Stadtzentrum soll besser belebt, die Aufenthaltsqualität erhöht und die Zusammenarbeit zwischen Eigentümerinnen und Eigentümern, Gewerbe und Stadt gestärkt werden. Der Stadtrat hat die Strategie am 13. April 2026 verabschiedet.
Das veränderte Arbeits- und Freizeitverhalten sowie technische Entwicklungen wie der Onlinehandel üben seit längerem Druck auf Innenstädte wie Wädenswil aus. Betroffen sind insbesondere Detailhandel, Gastronomie und Hotellerie.
In den letzten Jahren gingen qualitativ wertvolle Geschäfte verloren, worunter die Vielfalt und Qualität des Angebots gelitten hat. Um einer Verwaisung des Zentrums entgegenzuwirken, werden nun gezielte Massnahmen ergriffen.
Strategie zur Aufwertung der Innenstadt
Der Stadtrat hat deshalb 2025 damit begonnen, Grundlagen zu erarbeiten, um die Innenstadt aufzuwerten. Begleitet wurde die Erarbeitung von externen Experten, welche wertvolle Inputs lieferten.
Die Ergebnisse liegen jetzt in Form eines Berichts vor. «Wädenswil – ein lebendiges Ortszentrum am Zürichsee, wo Arbeiten, Wohnen, Einkaufen, Begegnung, Kultur und Freizeit ineinandergreifen und neue Lebensqualität entsteht», lautet das oberste Ziel.
Die Handlungsfelder und die einzelnen Massnahmen können drei Kategorien zugeordnet werden: Aufenthaltsqualität/Städtebau, Verkehr/Parkierung sowie Zusammenarbeit/Dialog. Ein Set von insgesamt 31 Massnahmen wird vorgeschlagen.
Aufwertung und Belebung geplant
Die grosse Mehrheit der Massnahmen zielt auf die Aufwertung von Plätzen und Strassen ab, welche in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Zu erwähnen sind die Oberdorfstrasse, der Gerbeplatz, der Seeplatz, die Zuger- und die Seestrasse.
Die Innenstadt soll zudem durch mehr Anlässe im öffentlichen Raum belebt werden. Strategisch wichtig ist, einen Dialog zwischen Stadt, Eigentümern, lokalem Gewerbe und weiteren Akteuren zu erreichen.
Dieser Prozess benötigt Ressourcen in Form einer mandatierten externen Begleitung, welche diesen Dialog- und Kooperationsprozess während einer mehrjährigen Pilotphase aufbauen und führen soll. In dieser Phase wird geprüft, ob und in welcher Form ein dauerhaftes städtisches Engagement in diesem Bereich sinnvoll ist.
Angestrebt wird, nach dem Vorbild anderer Städte, die Bildung einer separaten Trägerschaft, die sich um die Anliegen des Ortszentrums kümmert und in der alle relevanten Akteure eingebunden werden können. Der Stadtrat hat die zuständigen Verwaltungsabteilungen mit der Umsetzung beauftragt. Die Führung übernimmt die Abteilung Planen und Bauen.









