Wie der Verein SG Horgen/Wädenswil berichtet, schlug sich SGWH im Trainingsspiel gegen den HC Kriens-Luzern trotz der 25:36-Niederlage gut.
SG Wädenswil/Horgen-Trainer Predrag Milicic instruiert sein Team im Time-out. - Horgen
SG Wädenswil/Horgen-Trainer Predrag Milicic instruiert sein Team im Time-out. - Horgen - Andreas Schnelli, SGHW
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Obwohl die vergangene Saison 2021/22 sehr lange dauerte und die letzten Meisterschaftsspiele des Fanionteams der SGHW erst 2 Monate her waren, spürte man am Mittwochabend, 17. August 2022, die Sehnsucht nach dem Handballsport am linken Zürichseeufer. 700 Handballverrückte pilgerten in die Glärnischhalle und stellten damit einen klaren Trainingsspiel-Zuschauerrekord auf.

Begleitet wurde der Event von einem würdigen Rahmenprogramm mit Festbewirtschaftung und Autogrammstunden. Grund dafür war jedoch nicht ein normales Trainingsspiel, sondern das Duell mit dem HC Kriens-Luzern, angeführt vom neuen Leitwolf Andy Schmid.

Die beiden Teams tasteten sich nach dem Anpfiff zögerlich an die Atmosphäre ran. Die ersten drei (erfolglosen) Abschlussversuche gehörten allerdings drei Spielern, auf welchen ein besonderes Augenmerk lag: Bundesliga-Rückkehrer Andy Schmid, dem ehemaligen SGHW-Spieler Tim Rellstab und SGHW Neuzuzug Oleksii Shcherbak. Erst nach gut 3 Minuten erzielte Ramon Schlumpf den ersten Treffer der Partie, ehe Simon Gantner nach über 5 Spielminuten erstmals für die Gastgeber punkten konnte.

Auf beiden Seiten schienen zumindest bei Spielbeginn die Angriffsreihen noch nicht optimal formiert gewesen zu sein, anders lässt sich der Spielstand von 2:3 nach über 10 Minuten nicht erklären. Dennoch war der besagte Anschlusstreffer nicht nur eine Randnotiz. Es war der erste Erfolgreiche Abschluss von Shcherbak im Trikot der SG Wädenswil/Horgen.

In zweiten Umgang waren die Gäste konsequenter

Die Schützlinge von Milicic liessen sich auch in der Folge nicht abschütteln und blieben dem höherklassigen Gegner stets auf den Fersen. Mühe bereitete ihnen in dieser Spielphase nur die Achse Schmid/Delchiappo. Mit seinen unvergleichlichen Kreisanspielen begeisterte der fünffache Bundesliga MVP das Publikum und liess auch den Verteidigungsreihen der SG nur noch ein staunen übrig. So setzten sich die Zentralschweizer doch noch zu einem 11:16 Halbzeitstand leicht ab.

Im zweiten Umgang zeigten sich die Gäste insbesondere im Angriff konsequenter. Routiniert spielten sie klare Torchancen heraus, während sich bei der SG eine leicht erhöhte Fehlerquote einschlich. Einem Trainingsspiel entsprechend wurden auch Spezialsituationen geprobt. So griffen die Krienser vermehrt mit einem siebten Feldspieler an, um ihre Flügelspieler in vorzügliche Abschlusspositionen bringen zu können.

Trotz der Niederlage schlug sich die SG Wädenswil/Horgen gut

Das Konzept funktionierte wunschgemäss, sodass Schmid seinen Arbeitstag nach seinem vierten persönlichen Treffer in der 47. Minute beenden konnte. Trotz der am Ende klaren 25:36-Niederlage schlug sich die SG Wädenswil/Horgen gut und meldete ihre Ambitionen für die am 11. September 2022 beginnende Saison entsprechend an. Positiv herausgestochen ist die bereits in kurzer Zeit erfolgte Eingliederung von Shcherbak, der sich 6 persönliche Treffer notieren lassen konnte.

Auf die Frage, wie sich der Wechsel von deutschen Handballarenen in die Glärnischhalle anfühlt, meinte Andy Schmid im Interview mit einem Augenzwinkern: «Die Stimmung hier ist definitiv Bundesliga würdig» und wünschte der SG eine erfolgreiche Saison – mit einem allfälligen Wiedersehen in der kommenden Spielzeit in der QHL.

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