Wie die Gemeinde Kaltbrunn informiert, müssen Neophyten bekämpft und richtig entsorgt werden. Deswegen gibt es auf der Gemeindeverwaltung gratis Neophytensäcke.
Ortsübersicht in Kaltbrunn im Kanton St. Gallen.
Ortsübersicht in Kaltbrunn im Kanton St. Gallen. - Nau.ch / Simone Imhof

Auch im Jahr 2022 breiten sich in der Region invasive Neophyten weiter aus. Invasive Neophyten sind nicht heimische Pflanzen. Sie verdrängen die einheimische Flora. Bestimmte Pflanzen sind gefährlich für die Gesundheit, andere können Bachufer destabilisieren oder Bauten schädigen.

Zurzeit gelten in der Schweiz 41 Arten als nachweislich schädliche invasive Neophyten und 17 Arten als potenziell schädliche invasive Neophyten. Die Gemeinde regt die Bevölkerung dazu an mitzuhelfen und das einjährige Berufkraut in der Umgebung zu entfernen, damit diese sich nicht unbeabsichtigt in die Nachbarschaft und in naturnahe Lebensräume ausbreiten.

Durch die zahlreichen Samen können Gärten und auch Flachdächer zu Verbreitungs-Hotspots des Einjährigen Berufkrauts werden und benachbartes Acker-, Wiesland oder Naturschutzflächen befallen.

Deshalb sollte man unbedingt jede einzelne Pflanze im eigenen Garten möglichst vor dem Blühen mitsamt Wurzel ausreissen. Mähen alleine reicht nicht, da die Pflanze nach wenigen Wochen wieder zu blühen beginnt.

Blühende Neophyten dürfen nicht im Grüngut entsorgt werden

Blühende Pflanzen müssen sofort in einen Kehrrichtsack gefüllt und der Kehrichtverbrennung zugeführt werden. Nur nicht-blühende Pflanzen dürfen kompostiert oder als Grüngut entsorgt werden. Das Wichtigste ist, dass das Einjährige Berufkraut nicht zum Blühen kommt.

Um die Bekämpfung der Ausweitung und die richtige Entsorgung zu unterstützen, kann die Bevölkerung beim Einwohneramt Kaltbrunn Neophytensäcke gratis beziehen.

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