Wie dir Gemeinde Benken berichtet, werden in Sonderwaldreservaten die Lebensräume von seltenen und bedrohten Arten gezielt aufgewertet.
Seengen
Ein Wald. (Symbolbild) - Keystone

In Sonderwaldreservaten wird der Lebensraum für bestimmte Tier- oder Pflanzenarten gezielt verbessert. Aber auch ausserhalb von Waldreservaten werden Waldstandorte mit hohem ökologischen Potenzial aufgewertet.

Sonderwaldreservate werten Lebensräume auf

In Sonderwaldreservaten werden die Lebensräume von seltenen und bedrohten Arten gezielt aufgewertet, wie z.B. für das bedrohte Auerhuhn oder gewisse Orchideenarten.

Meistens werden dabei dunkle Wälder aufgelockert, um lichte Wälder als Lebensraum für licht- und wärmeliebende Tiere und Pflanzen zu schaffen oder um das Nahrungsangebot und die Deckung zu verbessern.

Profitieren können viele Tagfalter, Vögel, Käfer, Reptilien und Blütenpflanzen (z.B. Feuerlilie oder Frauenschuh). Sonderwaldreservate werden mit dem Kanton für 50 Jahre vereinbart.

Rund 12'000 Hektaren sind schützenswert

Rund ein Drittel des St.Galler Waldes bzw. rund 22'000 Hektaren weisen ein hohes ökologisches Potenzial auf. Davon sind rund 12'000 Hektaren schützenswert nach der Natur- und Heimatschutzgesetzgebung. Es sind Standorte an besonders trockenen, ausgehagerten, nassen, sauren, steilen oder rutschigen Stellen. Sie befinden sich sowohl innerhalb wie ausserhalb von Waldreservaten.

Diesen Standorten kommt eine hohe Bedeutung für die Waldbiodiversität zu, wobei oft lichte Strukturen für die Artenvielfalt zentral sind. Um lichte Waldstrukturen zu erhalten, sind gezielte Massnahmen wie Holzernte, Entbuschen, Mähen, Neophytenbekämpfung oder selten auch geregeltes Beweiden mit forstrechtlicher Bewilligung (z.B. traditionelle Föhren-Waldweiden im Untertoggenburg) unverzichtbar.

Mehr zum Thema:

Reptilien Natur