Hattrick

Zumberi-Hattrick beschert Brühl 4:2-Sieg gegen YB U-21

Nau.ch Lokal
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Stadt St. Gallen,

Nach einem 0:2-Pausenrückstand dreht der SC Brühl im Saisonauftakt mächtig auf. Ein Lupenreiner Hattrick von Lavdim Zumberi leitet die spektakuläre Wende ein.

SC Brühl
Der SC Brühl ist ein Fussballverein aus der Stadt St.Gallen. Er trägt seine Heimspiele im Paul-Grüninger-Stadion aus. - Keystone/ Grafik Nau.ch

Es gibt Saisonauftakte, die man in Ruhe herunterspielt, und es gibt solche wie diesen, berichtet der SC Brühl. Der SC Brühl hat sich für die zweite Variante entschieden: 4:2 gegen die U-21 der Young Boys, nach einem 0:2-Pausenrückstand, mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von neunzehn Minuten und einem Debüttreffer in der Nachspielzeit.

Wer nach der Pause zum Bratwurststand ging und dort etwas länger blieb, hat mehr verpasst als in mancher ganzen Saison. Dabei begann es so, wie man es sich wünscht.

Die Kronen waren von Beginn weg die aktivere Mannschaft, kamen zu Abschlüssen – nur leider zu solchen, die den Berner Torhüter allenfalls beim Aufwärmen unterstützten. Die ersten fünfzehn Minuten: engagiert, aber ungefährlich.

Chancen bleiben ungenutzt

Auch die Stimmung brauchte einen Moment. Die gesperrte Haupttribüne hinterlässt eine Lücke, die sich nicht so ohne Weiteres wegsingen lässt. Man gewöhnt sich an vieles, aber es fühlt sich anders an.

In der 20. Minute meldeten sich die Gäste erstmals gefährlich an – Josiah Seyfu mit der ersten guten Möglichkeit. Praktisch im Gegenzug hätte Tunahan Çiçek die Führung erzielen können, sein Versuch ging knapp daneben. Nach einer halben Stunde dann das Zusammenspiel zwischen Jan Wörnhard und Felipe Dorta, doch Dorta scheiterte aus kurzer Distanz.

Das Gesetz der Serie funktioniert im Fussball leider zuverlässig: Wer seine Chancen nicht nutzt, bekommt die Rechnung präsentiert. In der 35. Minute kamen die Berner über links plötzlich alleine durch, Loris Macumi liess einen Verteidiger stehen, sein Schuss wurde unhaltbar abgefälscht. 0:1.

Brühl kassiert Gegentor vor der Pause

Brühl antwortete – Wörnhard in der 39. Minute, parriert. Dorta in der 42. Minute mit einem Schlenzer aus sechzehn Metern, knapp am Lattenkreuz vorbei. Und dann jener Moment, für den es im Fussball keine höfliche Umschreibung gibt: Mit dem Pausenpfiff, bereits in der Nachspielzeit, erhöhten die Gäste auf 0:2.

Die Brühler Defensive war zu langsam nach hinten geeilt. Eine denkbar ungünstige Zeit für ein Gegentor – aber wenigstens hatten alle fünfzehn Minuten Zeit, darüber nachzudenken.

Was nach der Pause folgte, war in erster Linie eine Frage der Haltung. Die Kronen kamen unverändert engagiert aus der Kabine. Dorta hatte in der 51. Minute die Möglichkeit, Eliah Küpfer klärte an den Pfosten. In der 56. Minute die Antwort der Berner durch Esteban Jost, den Calvin Heim zur Ecke parierte.

Dann kam Lavdim Zumberi. Und blieb.

In der 64. Minute, kurz nach seiner Einwechslung, verkürzte er auf 1:2 – der Anschlusstreffer, den es brauchte. Metin Bahtiyari sorgte in der Folge zweimal für Gefahr: In der 72. Minute mit einer sehenswerten Einzelleistung, deren abschliessender Kopfball den Berner Schlussmann allerdings nicht sonderlich beeindruckte. In der 79. Minute zog er alleine aufs Tor, doch auch dieser Schuss fand seinen Meister.

Es blieb also Zumberi überlassen. In der 82. Minute der Ausgleich zum 2:2 – ein Schlenzer aus der Distanz, wie man ihn im Training übt und im Spiel selten sieht. Keine Minute später das 3:2. Lupenreiner Hattrick, neunzehn Minuten, ein eingewechselter Spieler. Man muss das nicht kommentieren, man muss es nur festhalten.

Und weil ein Abend wie dieser offenbar noch eine Pointe brauchte, erhöhte Neuzugang Rafet Baralija in der Nachspielzeit mit seinem Debüttreffer auf 4:2. Willkommen im Krontal – man kann sich schlechter vorstellen.

Brühl zeigt Moral zum Saisonauftakt

Vier Tore nach einem 0:2-Rückstand, gegen einen technisch starken Gegner, im ersten Pflichtspiel der Saison. Entscheidend war weniger das Fussballerische als das, was man nicht in Statistiken abbilden kann: Diese Mannschaft hat zu keinem Zeitpunkt abgegeben.

Die Moral, die den SCB letzte Saison ausgezeichnet hat, ist offensichtlich nicht in die Sommerpause gegangen. Weiter geht es am kommenden Samstag, 8. August, um 16 Uhr auswärts beim FC Luzern U-21.

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