Uster mit Mühe zum Pflichtsieg gegen WASA St.Gallen
Der UHC Uster besiegte WASA St. Gallen mit 7:6. Trotz grosser Mühe und mehreren Führungswechseln sicherten sich die Zürcher Oberländer drei Punkte.

Wohl mit etwas mehr Mühe als selbst erwartet bezwingt das Team Tabellenschlusslicht WASA St. Gallen knapp mit 7:6, berichtet der UHC Uster.
Das Ostschweizer Team erwies sich an diesem Samstagabend als wahres Stehaufmännchen, holte einen zeitweiligen Drei-Tore-Rückstand auf und sorgte dafür, dass die Zürcher Oberländer bis zur Schlusssekunde alles in die Waagschale werfen mussten, um die drei Punkte verbuchen zu können.
Der Jubel in der mit 325 Besuchern besetzten Buchholz war gross, als sich die Partie nach dem Ustermer Doppelschlag innerhalb von elf (!) Sekunden vom 5:5 zum 7:5 knapp neun Minuten vor Spielende doch wieder zugunsten des Heimteams zu drehen schien.
Doppelschlag innerhalb von Sekunden
Erst hatte Daniel Jānis Anis etwas Glück, dass ihn der St. Galler Joël Bachmann noch mit der Kelle beim Abschluss zu stören versuchte, denn das Resultat war eine für WASA-Keeper Livio Keller äusserst unglückliche Flugbahn des Balls über diesen hinweg ins Gehäuse.
Immerhin hat damit die Scorerfortune des Letten mit etwas Verspätung doch noch den Übergang vom alten ins neue Jahr gefunden; wie schon drei Tage zuvor gegen Rychenberg hatte sich Anis auch gegen die Ostschweizer bis dahin sehr aktiv in seinen Offensivbemühungen gezeigt, war aber erneut ohne Scorerpunkt geblieben.
Kurz nach Wiederanspiel lief dann Josia Pfister einen katastrophalen Fehlpass des Ostschweizers Levin Gügi ab und vollstreckte vor Keller souverän.
Anschlusstreffer bringt Spannung zurück
Die Hoffnung, mit diesen zwei Toren Vorsprung im Rücken die Schlussphase der Begegnung kontrolliert über die Bühne bringen zu können, verpuffte allerdings nach nicht einmal einer ganzen weiteren Minute, als Romano Schubiger mit einem für Uster-Keeper Nicola Brütsch unhaltbaren Präzisionsschuss ins linke hohe Eck der schnelle Anschlusstreffer gelang.
Es folgten die erwarteten heissen Minuten, insbesondere nachdem die Gäste Goalie Keller zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Feld beordert hatten. Doch das Ustermer Team inklusive Keeper Brütsch zeigten sich der Aufgabe gewachsen; der Zürcher Oberländer Schlussmann liess sich weder von David Gross, Johannes Vähäkangas noch Tino von Pritzbuer bezwingen.
Viel mehr wirkliche Abschlussgefahr brachten die Gallusstädter jedoch auch nicht mehr zustande. Der letzte Angriffsversuch der Ostschweizer wenige Sekunden vor der Sirene wurde zudem noch von den Referees abgebrochen, nachdem Tis Fischer nach einem Zusammenprall mit Gegenspiel Gross benommen liegengeblieben war.
So feierten die Ustermer trotz der heftigen St. Galler Gegenwehr dann doch den budgetierten Sieg.
Starker Start legt den Grundstein
Im ersten Drittel war die Partie noch grossteils nach Ustemer Plan verlaufen. Zwar erzielten die Gäste mit einem Shorthander relativ früh den Führungstreffer, doch Ted Nivestam konnte diesen nur 21 Sekunden später noch im selben Überzahlspiel egalisieren.
Bis zum ersten Pausentee erhöhten Filip Karlsson mit einem seiner typischen Schlenzer und Yves Klöti mit dem zweiten Zürcher Oberländer Powerplaytor nach wunderbarer Passstafette mit den Stationen Johannes Wilhelmsson und Ted Nivestam auf 3:1.
Und als Wilhelmssom früh im zweiten Drittel seinem Topscorerkonto einen weiteren Treffer hinzugefügt hatte, schien die Partie definitiv in gewünschten Bahnen zu verlaufen.
Usters Vorsprung schmilzt dahin
Doch weit gefehlt: Marvin Huwilers schnelles 2:4 dicht gefolgt von einer Zweiminutenstrafe gegen Usters Captain Tobias Ledergerber gab den Gästen neuen Auftrieb. Das erste St. Galler Powerplay blieb für die Zürcher Oberländer zwar noch folgenlos, doch beim zweiten Versuch als Folge einer Stockschlag-bedingten Auszeit Karlssons gelang Vähäkangas das Anschlusstor.
Kurz darauf traf dessen Kollege Gross die Latte. Den Ausgleichstreffer vor der zweiten Pausensirene konnte Brütsch allerdings verhindern, derweil auf der anderen Seite insbesondere Anis (noch) im Abschluss sündigte.
Auch nach dem fünften Ustermer Treffer durch Yves Klöti nach nur 21 Sekunden im Schlussdrittel zeigten die Ostschweizer noch keine Anzeichen von Resignation. Nur vier Zeigerumdrehungen später hiess es nach den Toren von Nico Moser und Michael Schwizer tatsächlich 5:5-Unentschieden, womit die spannende Schlussphase eingeläutet war.






