Uster-Captain Tobias Ledergerber beendet seine Karriere
Nach 14 Saisons beim UHC Uster, elf davon im Fanionteam, und fünf als Captain zieht sich Tobias Ledergerber nach der Saison 2025/26 vom Spitzensport zurück.

Wie der UHC Uster mitteilt, ist nach insgesamt 14 Saisons, elf davon im Fanionteam, Schluss: Tobias Ledergerber zieht sich nach dem Ende dieser Saison vom Spitzensport zurück. Der mittlerweile 30-jährige Defensivmann trug während fünf Saisons die Captainbinde der ersten Mannschaft.
Auf die Saison 2012/13 hin wechselte ein junger Adliswiler namens Tobias Ledergerber von den Crusaders 95 Zürich in die Ustermer U18. Sein erstes Aufgebot für die erste Mannschaft erhielt er in der 12. Qualirunde der Saison 2015/16 für das Heimspiel vom 5. Dezember 2015 gegen den UHC Thun, das damals mit 8:6 gewonnen werden konnte.
Die erste Zweiminutenstrafe auf höchster Ligaebene kassierte Lädi in jener Saison während des zweiten Spiels des Playout-Halbfinals am 28. Februar 2016 beim UHC Waldkirch-St. Gallen.
Gegen denselben Gegner erzielte er dann im fünften Spiel der Serie im heimischen Buchholz seinen ersten NLA-Treffer; es war das 4:2 beim 5:4-Sieg; gemäss Verbandsstatistik liess sich Ledergerber bis zum heutigen Tag noch weitere 35 Tore und 47 Assists gutschreiben.
Willensstärke und Comebacks prägen Ledergerbers Karriere
Es waren die Anfänge einer grossartigen Karriere im Schweizer Unihockeysport, die sich nicht zuletzt auch durch die grosse Treue zum Zürcher Oberländer Verein auszeichnete. Während fünf Saisons agierte Ledergerber als Captain seines Teams.
Der Verteidiger mit der guten Übersicht zeichnete sich auf und neben dem Spielfeld auch stets durch eine gesunde Bodenständigkeit und einen eisernen Willen aus, der insbesondere auch zum Tragen kam, als sich Lädi innerhalb von anderhalb Jahren gleich zweimal von einer schlimmen Knieverletzung zurück in den Sport und die Mannschaft kämpfte.
Rücktritt nach 14 Jahren
Nach den Playoffs 2026 wird nun aber Schluss sein: «Ein Rücktritt ist nicht etwas, über das man über Nacht entscheidet. Es ist ein Prozess, der bei mir bereits seit über einem Jahr andauerte. Auch wenn mir die Trainings, Spiele und das Teamgefüge nach wie vor extrem viel Spass machen, ist doch die Vereinbarkeit von Sport, Beruf und Privatleben zunehmend eine Herausforderung.
Es hilft natürlich, dass der Verein mit dem aktuellen Team derzeit super für künftige Erfolge aufgestellt ist; trotzdem war die Entscheidung aber alles andere als einfach. Es ist extrem, welche Entwicklung der Verein und der Sport allein in meiner Zeit in der NLA gemacht haben.»
Rückblick auf eine prägende Karriere
«Früher drei Teamtrainings und Auswärtsspiele, die nicht mal per Livestream übertragen wurden – mittlerweile fünf Trainings und in den Playoffs wöchentliche SRF-Übertragungen. Auch alles Drumherum hat sich enorm professionalisiert.
Ich bin extrem dankbar, bei diesem Fortschritt dabeigewesen zu sein und einen kleinen Beitrag dazu geleistet haben zu können. Es ist gar nicht mal so lange her, seit wir das erste Mal in der Geschichte des Vereins die Playoffs erreicht haben, wir im letzten Jahr endlich den ersten Playoff-Sieg einfahren konnten, und diese Woche beginnen bereits die fünften Playoffs mit Ustermer Beteiligung.
Wir haben zudem das Potenzial im Team, aber auch im Verein noch nicht ausgeschöpft. Es rücken laufend neue Talente nach, die erfolgreich in die erste Mannschaft integriert werden, was dem UHC Uster grossartige Aussichten bietet.
Ich bin enorm dankbar für die Zeit beim UHCU und allen Personen, die mich und den Verein über all die Jahre unterstützt haben. Ohne die unzähligen Freiwilligen wäre all dies nicht möglich gewesen.»
Neue Herausforderung bei Unihockey Züri Süd
Fit halten wird sich Lädi künftig bei Unihockey Züri Süd, einem Fusionsprodukt seines Juniorenclubs Crusaders 95 mit The Hard Sticks Adliswil.






