Oberland

    Uster: 40-Jahr-Jubiläum endet mit Derbysieg in der Verlängerung

    UHC Uster
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    Der UHC Uster schlägt den Grasshopper-Club Zürich am Samstagabend in der Halle Buchholz in Uster ZH mit 4:3 nach Verlängerung. 712 Zuschauer feierten mit.

    Uster
    Die Sportanlage Buchholz in Uster (Symbolbild) - Nau.ch / Manuel Walser

    Der UHC Uster gewinnt die Partie gegen den Stadtzürcher Grasshopper-Club mit 4:3 nach Verlängerung und sorgt damit für das sogenannte Sahnehäubchen auf dem voll und ganz gelungenen Feiertag zum 40-Jahr-Vereinsjubiläum. Mit dem inklusive Cup schon dritten Kantonalderbysieg dieser Saison ziehen die Zürcher Oberländer in der Tabelle dank des besseren Torverhältnisses am heutigen Gegner vorbei auf Rang 5.

    Es war ein besonderer Tag anlässlich der sechsten L-UPL-Meisterschaftsrunde im Ustermer Buchholz: Das offizielle 40-Jahr-Vereinsjubiläum bot den Aufmarsch mittlerweile etwas in die Jahre gekommener Ikonen aus der Gründungs- sowie Frühzeit des UHC Uster, den zwangsläufig damit verbundenen Austausch alter Erinnerungen und Geschichten, eine bis in die späten Nachtstunden dauernde Après-Match-Feier mit Grill- und Barbetrieb, ein spezielles Pausenprogramm mit Kinderplauschmatch sowie Interviews mit prägenden Persönlichkeiten der UHCU-Geschichte, der Auftritt des L-UPL-Teams in Retro-Shirts, die jenen Spielertrikots aus der Anfangszeit des Vereins nachempfundenen waren, die Verabschiedung der Ende vergangener Saison zurückgetretenen langjährigen UHCU-Akteure Nicola Brütsch und Tobias Ledergerber sowie den Aufzug der Rückennummer 95 des ehemaligen Mannschaftscaptains in den Buchholz-Hallenhimmel zu jenen von Thomas Aellig und Florian Bolliger.

    Dies alles spielte sich vor der tollen Zuschauerkulisse von 712 Besuchern ab, die für eine grossartige Stimmung an diesem Samstagabend sorgten. Auch die Teams des UHC Uster und des GCZ leisteten ihren Beitrag zu diesem gelungenen Tag in Form einer höchst animierten, sehr offensiv ausgerichteten, mit einigem Spektakel garnierten und am Ende sogar dramatischen Partie, die als Krönung dann auch noch dank des Overtime-Treffers von Loris Murer mit dem anlassgerecht richtigen Sieger endete.

    Angesichts der Vielzahl von Abschlüssen und Chancen auf beiden Seiten war das 3:3 nach 60 gespielten Minuten eigentlich für beide Teams eine zu karge Torausbeute, allerdings zeigten sich UHCU-Keeper Alessio Mura (zum Ustermer Best-Player gewählt) sowie sein Gegenüber Cyril Haldemann auch mehrmals von ihrer besten Seite. Der Führungstreffer der Gäste gegen Ende des ersten Drittels war aus Zürcher Oberländer Sicht sehr unglücklich, fand doch der von Florian Wenk von hinter dem Tor vor das Ustermer Gehäuse gespielte Ball via die Beine von Ted Nivestam direkt den Weg in die kleine Lücke zwischen Goalie Alessio Mura und dem Torpfosten. Das Ganze spielte sich notabene auch noch während eines Ustermer Powerplays ab.

    Im Mitteldrittel vermochte das Heimteam die Partie zu drehen. Für den Ausgleich war knapp fünf Minuten nach Wiederanpfiff die dritte Linie besorgt, indem Linus Chrétien nach einem durch Jean-Luc Klöti geblockten Schuss des Hoppers-Akteurs Yanik Castelberg den schnellen Konter einleitete, der via ebendiesen Klöti schliesslich von Förderkaderspieler Tis Fischer erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Es dauerte dann bis in die viertletzte Minute des zweiten Drittels, bis der nächste Treffer Tatsache wurde.

    Nachdem Lars Zuppiger mittles Stockschlag an einem vielversprechenden Abschluss gehindert worden war, versenkte Daniels Jānis Anis den fälligen Penalty souverän. Doch besorgte Miro Freiburghaus kurz darauf noch vor der zweiten Pause den Ausgleichstreffer für die Stadtzürcher.

    Gleich zum Auftakt des dritten Spielabschnitts legten die Ustermer dank eines Treffers Adam Lundgrens auf geniales Zuspiel Matteo Gervasonis wieder eine Länge vor, was den beiden Protagonisten sicher gutgetan haben dürfte, setzten der Deutsch-Schwede und der Tessiner an diesem Abend doch auffällig viele Abschlussversuche nebens oder übers GCZ-Gehäuse. Wenig später hatten die Hoppers jedoch bereits wieder auf Remis gestellt, weil die Ustermer Castelberg alle Zeit und allen Raum der Welt für dessen Abschluss gewährt hatten. Da die Ustermer in der Folge eine Zweiminutenstrafe gegen Yves Klöti ohne Schaden überstanden, blieb es bis zum Ablauf der 60. Minute beim 3:3-Unentschieden.

    Die folgende Verlängerung war an Dramatik kaum zu überbieten. Nachdem erst Hopper Tobias Schaffner aus aussichtsreicher Position knapp verzogen hatte, erhielten die Ustermer in der 65. Minute den zweiten Penalty des Abends zugesprochen, nachdem Florian Wenk im GCZ-Torraum irregulär gegen Usters Anis agiert hatte. Überraschenderweise lief dann nicht der aus dem ersten Duell gegen Haldemann als Sieger hervorgegangene Lette, sondern Gervasoni zum Penalty an, scheiterte aber am Hoppers-Keeper.

    Nur wenig später parierte dieser auch spektakulär gegen UHCU-Topscorer Johannes Wilhelmsson. Dann hatten die Zürcher Oberländer viel Glück, dass im Gegenzug der Stadtzürcher Topscorer in Person von Tommy Bolin auf ein perfektes Zuspiel Paolo Riedis über den Ball schlug. Gute zwei Minuten später war es dann Mura, der innert weniger Sekunden zweimal gegen Freiburghaus den GCZ-Siegtreffer verhindern musste.

    Im unmittelbaren Gegenzug dann aber spielte der von Lundgren in Szene gesetzte Gervasoni den Assist des Abends, weil blind backhand zwischen den eigenen Beinen hindurch auf Murer, der den Ball an Haldemann vorbei ins Netz lenkte und damit gleichzeitig den Schlusspunkt der Partie sowie den Startschuss zur ganz grossen UHCU-Party an diesem Samstagabend bewerkstelligte.

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