Das regionale Covid-19-Impfzentrum des Spitals Uster geht am 7. April 2021 auf dem Areal Buchholz in Betrieb.
Uster Impfzentrum Coronavirus
Der Wartebereich des Impfzentrums in Uster ZH. - Spital Uster

Innerhalb der vergangenen sechs Wochen ist aus der temporären Dreifachturnhalle auf dem Sportareal Buchholz ein Impfzentrum entstanden. Ab dem 7. April wird sich die Bevölkerung von Uster und aus der Region dort gegen Covid-19 impfen lassen können. Der Standort des Impfzentrums auf dem Sportareal Buchholz ist gut erreichbar – sowohl mit dem öffentlichen Verkehr als auch mit dem eigenen Auto. In unmittelbarer Nähe der Autobahn-Ausfahrt Uster-Nord stehen genügend Parkplätze zur Verfügung.

«Das Spital Uster leistet mit dem Impfzentrum einen wichtigen Beitrag für den Schutz der Bevölkerung. Ich bin extrem stolz, mit welch grossem Engagement aller Beteiligten das Vorhaben in so kurzer Zeit realisiert werden konnte. Mein Dank gilt auch der Stadt Uster, die uns beim Standort Hand geboten hat», erklärt Spitaldirektor Andreas Greulich.

Personen ab 65 Jahren werden geimpft

Die Impftermine werden über eine kantonale Impf-Plattform vergeben und erfolgen in der Reihenfolge der vom BAG vorgegebenen Priorisierungsgruppen. Ab sofort können neben der Impfgruppe A (Personen ab 75 Jahren) auch die Impfgruppen B, C, D und E (Personen ab 65 Jahren, Personen mit Vorerkrankungen mit höchstem Risiko und Personen mit chronischen Erkrankungen) Impftermine buchen. Je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs werden später weitere Termine für diese Impfgruppen freigeschaltet. Die breite Bevölkerung wird voraussichtlich ab Mai Termine vereinbaren können. Die Gesundheitsdirektion wird die Zürcher Bevölkerung über ihre Homepage, durch die Medien und über Alertswiss informieren, wenn eine neue Impfgruppe für die Terminbuchung zugelassen ist.

Im April noch mit reduziertem Betrieb

Im April können zunächst nur Erstimpfungen stattfinden. Das Impfzentrum ist deshalb im April von Dienstag bis Samstag jeweils nur am Nachmittag von 14.00 bis 18.30 Uhr geöffnet. Sobald dann im Mai die ersten Zweitimpfungen gemacht werden können, wird das Impfzentrum Uster ganztags geöffnet sein.

Von der Turnhalle zum Impfzentrum

Für den Aufbau des Impfzentrums bedurfte es rund 1000 Planungsstunden durch das Projektteam um Veranstaltungsprofi Joel Meier gemeinsam mit zahlreichen Spitalmitarbeitenden. In rund 2000 Arbeitsstunden wurde die Dreifachturnhalle in ein 1200 Quadratmeter grosses Impfzentrum verwandelt. Sieben Anmeldeschalter, zehn Impfkabinen – beides bei Bedarf auch erweiterbar –, ein Überwachungsbereich mit 50 Sitzplätzen sowie 26 administrative Arbeitsplätze wurden geschaffen. 400 Laufmeter Einbauwände sind dazu eingezogen worden. Zusätzlich wurden Garderoben und ein Bereich für die Versorgung von medizinischen Notfällen eingerichtet. Damit die Halle gut erreichbar ist, wurde ein 100-Meter-langer barrierefreier Weg von den Parkplätzen zum Impfzentrum angelegt.

Impfzentrum Coronavirus
In Impfzentren war auch schon mehr los. - zvg

Auch in Sachen Technik wurde in kürzester Zeit viel auf die Beine gestellt: Eine umfassende Lüftungstechnik mit zahlreichen Umwälzpumpen und -ventilatoren sowie zwei Frischluftzufuhren und zwei Abluftventilatoren gewährleisten, dass alle Vorgaben eingehalten werden. Es gibt eine Audioanlage für Durchsagen sowie Notlicht und Notstrom, vor allem um die Kühlung der Impfstoffe jederzeit zu garantieren. 20 Feuerlöscher stehen bereit.

47 Mitarbeitende pro Schicht

Beim Start des Impfzentrums werden rund 30 Mitarbeitende täglich im Einsatz stehen – medizinische Praxisassistentinnen, Pflegefachpersonen, Ärztinnen und Ärzte, Empfangsmitarbeitende, Logistiker, administratives und technisches Personal. Im Vollbetrieb sind pro Schicht bis zu 47 Mitarbeitende tätig, darunter jeweils zwei Personen im ärztlichen Dienst. Sollte das Impfzentrum in einen erweiterten 7-Tagebetrieb gehen können, werden jede Woche rund 150 Mitarbeitende eingesetzt. Total befinden sich bis jetzt 250 Personen im Personal-Pool, die auch kurzfristig eingeplant werden können.

Gesamtprojektleiter Joel Meier betont: «Es ist beeindruckend, wie viele Ärztinnen, Ärzte und andere medizinische Fachpersonen im Impfzentrum Uster mitarbeiten möchten. Das zeigt, wie unglaublich gross die Solidarität in der Region ist.»

Kultur im Impfzentrum Uster

Nach der Impfung müssen alle Personen 15 Minuten im Impfzentrum medizinisch beobachtet werden, um allergische Reaktionen früh erkennen zu können. Dies geschieht in einem grossen Warteraum oder auf einer grosszügigen, ausserhalb gelegenen Terrasse. Das Impfzentrum Uster nutzt diese Wartebereiche, regionalen Kunst- und Kulturschaffenden eine Plattform zu bieten. Im Innenbereich finden wechselnde Bilder- und Skulpturen-Ausstellungen statt. Im Aussenbereich werden u.a. seltene Obstbäume ausgestellt, die nach dem Abbruch der Tempohalle dort in einem Biodiversitätsgarten fest eingepflanzt werden sollen. Dazu Gesamtprojektleiter Joel Meier: «Wir freuen uns riesig, dass wir in Uster neben vielen lokalen Unternehmen auch die Kulturschaffenden mit einbeziehen können.»

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