Wie der Verein UHC Uster mitteilt, verliert das Team auch das dritte Spiel der neuen Saison 2022/23.
Teampower beim UHC Uster. - Uster
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Er liess sich so gut an, dieser späte Samstagnachmittag in der Buchholz-Halle. Nachdem Claudio Schmid bereits nach 42 Sekunden die Stabilität der Stahlkonstruktion des Gehäuses hinter Malans-Keeper Sandri Breu getestet hatte, zappelte der Ball keine ganze Minute später dann doch bereits im Bündner Netz: Breu bekam den Ball nach einem Weitschuss von Martin Pražan auf ein Freistosskurzzuspiel von Martin Kulmala nicht richtig zu fassen, so dass dieser ins Tor abtropfte.

Den Malanser Ausgleichstreffer steckte das bezüglich Aufstellung von Coach Simon Meier gegenüber der GC-Partie doch tüchtig umgeformte Ustermer Team gut weg. Dies auch, weil zumindest die beiden Flügelspieler der ersten Linie ihre Positionen wenig überraschend behalten haben. Insbesondere der 2:1-Führungstreffer war ein Beispiel, wie sich Patrik Dóža und Claudio Schmid bisweilen schon fast blind verstehen.

Der backhand aus der Ecke vors Tor gespielte Pass des Tschechen fand genau die Kelle des freistehenden Neo-Nationalspielers, der keine Mühe hatte, seine Farben wieder in Führung zu bringen. Auch beim 3:1 konnte Schmid im Rahmen eines bilderbuchmässig vorgetragenen Konters ein feines Zuspiel Dóžas verwerten. Für den erneuten Zweitorevorsprung nach dem zwischenzeitlichen Malanser Anschlusstreffer war dann 15 Sekunden vor der ersten Drittelspause Dóža mittels eines tollen Schlenzers ins hohe Eck selber besorgt.

Gute Gelegenheit für Uster

Aus Zürcher Oberländer Sicht muss man im Nachhinein sagen: Schade war die Partie zu jenem Zeipunkt nicht zu Ende. Der mittlere Spielabschnitt gehörte zur Kategorie «zum Vergessen», und dies nicht etwa, weil Malans den etwas glücklosen Keeper Breu durch Mario Bardill ersetzt hatten. Zwar hatte Yves Klöti kurz nach Wiederanpfiff eine gute Gelegenheit zum fünften Ustermer Treffer, schlug aber über den Ball.

Wenig später setzte sich Kulmala wegen überhartem Körpereinsatz für zwei Minuten auf die Strafbank. Das Überzahlspiel der Gäste war alles andere als beeindrucken, fast hätte Schmid sogar in Unterzahl reüssiert, aber nur eine Sekunde vor Ablauf der Strafe traf der Malanser Berry dann doch noch zum 3:4 Anschlusstreffer. Dies war allerdings nur der Prolog zum Ustermer Strafendrama im Mitteldrittel.

Denn nachdem die Alligatoren direkt im Anschluss an den Treffer das Heimteam schwer unter Druck gesetzt und sich dafür keine zwei Minuten später mit dem Ausgleichstreffer belohnt hatten, wurde Remo Gallati wegen überharten Körpereinsatzes für zwei Minuten auf die Strafbank verwiesen. Infolge seiner vom Schiedsrichterinnenteam nicht goutierten Äusserungen erhielt er dann sogar noch eine Zehnminuten- plus begleitende Zweiminutenstrafe zusätzlich aufgebrummt. Wiederum hatten die Bünder allerdings Mühe, ein zwingendes Powerplay aufzuziehen.

Erst nachdem sich Josia Pfister wegen Reklamierens zu seinem Kollegen Gallati auf die Strafbank gesellt hatte, vermochten die Malanser mit zwei Mann mehr zu reüssieren – ärgerlicherweise wiederum eine Sekunde bevor zumindest ein vierter Ustermer wieder hätte mittun können und erneut hiess der Überzahltorschütze Berry. Glück für das Heimteam, traf der Malanser Hartmann elf Sekunden nach dem Bündner Führungstreffer nur den Pfosten.

Schmids Treffer in der Schlussminute

So unglücklich das Mitteldrittel verlaufen war – gerade mal 19 Sekunden nach dem Start des letzten Spielabschnitts lagen die Ustermer durch ein wunderschönes Tor durch den von Dóža toll lancierten Pfister mit den Malansern wieder auf Augenhöhe.

Für die dann aber folgenden drei Gegentreffer konnten keine Bankstrafen als Entschuldigung mehr dienen, in einem Fall vielleicht ein nicht geahndeter Stockschlag eines Malansers bei der Balleroberung vor dem erfolgreichen Abschluss. Generell liess an sich von den aufsässigen Alligatoren zu oft auf dem falschen Fuss erwischen.

Insbesondere Friolet nutzte die Unkonzentriertheiten des Heimteams in dieser Phase mit zwei Toren, eines in Unterzahl und einem Assist gnadenlos aus. Schmids Treffer in der Schlussminute war dann nur noch fürs persönliche Scorerkonto wertvoll.

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