Volketswil

Abwärme aus Volketswil soll künftig Uster versorgen

Energie Uster
Energie Uster

Greifensee,

Die Stadt Uster wird ab 2027 schrittweise an den Wärmeverbund Nänikon angeschlossen. Energie Uster und Energie 360° nutzen dabei die Abwärme aus Volketswil.

Energiezentrale im Bau
Energiezentrale Energie 360°. - Energie Uster AG

Wie die Energie Uster AG mitteilt, wollen sie zusammen mit Energie 360° Teile der Stadt Uster an die Energiezentrale von Energie 360° in Volketswil anschliessen. Die Zentrale nutzt die Abwärme der Rechenzenter des Unternehmens Vantage.

In einem Bauprojekt werden nun die notwendigen Grundlagen erarbeitet, um eine Umsetzung des neuen Wärmeverbundes Nänikon Uster ab 2027 zu ermöglichen.

Das schweizweit tätige Unternehmen Energie 360° baut in Volketswil eine neue Energiezentrale, um die Gemeinden Volketswil, Greifensee, Schwerzenbach und Effretikon mit Energie aus der Abwärme des Rechenzenter Campus von Vantage zu versorgen.

Das Abwärmepotenzial der Rechenzentern ist gross genug, um zusätzlich weitere Ortschaften mit erneuerbarer Energie zu beliefern. Entsprechend sollen Teile der Stadt Uster durch die Energie Uster mit erneuerbarer Wärme versorgt werden.

Ökologische Heizlösung für Uster

Energie Uster plant dafür die Realisierung des Wärmeverbundes Nänikon Uster. Im Kanton Zürich gilt seit dem 1. September 2022 das revidierte Energiegesetz, das den Ersatz von fossilen Heizungen zugunsten von ökologischen Wärmelösungen vorschreibt.

Die geplante Wärmeversorgung ab Volketswil ist vom Energiekonzept her gesehen ein geeigneter Ersatz für fossile Heizungen, welche erneuert werden müssen. Neben den technischen, wirtschaftlichen und baurechtlichen Abklärungen gilt es von Anfang an, die Wärmekunden im zukünftigen Fernwärmegebiet zu informieren, ihr Interesse abzuklären und deren Fernwärmeanschlüsse zu sichern.

Nachfolgend sind die bisherigen Abklärungen und die nächsten Planungsschritte für eine ökologische und wirtschaftliche Wärmeversorgung dargelegt. Ebenso ist dargelegt, wie sich interessierte Wärmekund*innen informieren können und ihren Wärmeanschluss sichern können.

Wettbewerbsfähigkeit bestätigt

Energie Uster und Energie 360° haben seit Herbst 2024 zunächst in einer Machbarkeitsstudie und anschliessend in einem Vorprojekt die Möglichkeiten eines Anschlusses von Teilen von Uster geprüft, welche zu positiven Resultaten führten.

Die vorgesehene Zusammenarbeit bei der Planung, der Umsetzung und dem Betrieb sieht wie folgt aus: Energie 360° wird die Fernwärme bereitstellen, während Energie Uster für den Aufbau und Betrieb des lokalen Verteilnetzes sowie der Übergabestationen bis zu den Wärmekunden in Uster verantwortlich ist.

Im anschliessenden Vorprojekt wurde nun eine detaillierte Zielnetzplanung für Uster erarbeitet, welche die geeigneten Wärmegebiete identifizierte. Diese zeigte zusätzlich auf, dass der geplante Wärmeverbund Nänikon Uster im Vergleich zu alternativen Wärmelösungen technisch umsetzbar und betreffend Wärmepreis wettbewerbsfähig ist.

Die hohe Energiedichte in den vorgesehenen Ausbaugebieten ist dabei aufgrund der städtischen Gebäudestruktur für eine Fernwärmelösung sehr vorteilhaft.

Weitere Umsetzungsschritte gestartet

Als Nächstes wird das Bauprojekt zur Erstellung der notwendigen Ausführungsgrundlagen erarbeitet. Ziel ist es, die vorgesehenen Ausbaugebiete des Wärmeverbunds Nänikon Uster in Abstimmung mit dem Bau der Rechenzenter ab 2027 schrittweise zu erschliessen. Allfällige Übergangslösungen, welche auch vom Interesse der Wärmekunden abhängig sind, sollen geprüft und priorisiert werden.

Mit der Realisierung des Wärmeverbundes Nänikon Uster kann voraussichtlich Mitte 2027 begonnen werden, sofern die Resultate des Bauprojektes Abwärme ab Volketswil positiv sind und entsprechend der Realisierungsbeschluss getroffen werden konnte und eine rechtsgültige Baubewilligung für die Rechenzentren von Vantage vorliegt.

Dabei plant Energie Uster erste Teile des Wärmeverbundes in den Quartieren in Nänikon und Uster aufzubauen und die Wärmelieferung in Etappen zu starten. Dabei kommen auch Übergangslösungen zum Einsatz, bis der Wärmeverbund Nänikon Uster Wärme ab Energiezentrale Volketswil der Energie 360° beziehen kann.

Diese Übergangslösungen sind bedarfsabhängig und werden später als Redundanz- und Spitzenenergieanlagen dienen.

Wärmekunden können sich Anschluss sichern

Mit der Kundschaft beziehungsweise den Liegenschaftsbesitzern soll bereits jetzt abgeklärt werden, ob ein allfälliges Interesse an einem Anschluss an das zukünftige Fernwärmenetz vorhanden ist.

Entsprechend werden auch die notwendigen Übergangslösungen analysiert und entwickelt, welche für die Realisierung des Wärmeverbundes Nänikon Uster in Etappen benötigt werden. Wärmekunden können sich bereits jetzt den zukünftigen Fernwärmeanschluss an den Wärmeverbund Nänikon Uster sichern.

Dazu stehen online entsprechende Informationen zur Verfügung.

Zwei starke Partner für die Fernwärme

Energie Uster hat den Aufbau und Ausbau von Wärmeverbunden in Uster in den vergangenen Jahren kontinuierlich vorangetrieben. Bereits früher wurden die Wärmeverbunde Uster Nord und Uster Zentrum in Betrieb genommen.

Diese sollen in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Mit dem Anschluss an die Abwärme aus Volketswil ergänzt Energie Uster die bestehenden Wärmeverbunde Uster Nord und Zentrum und nutzt damit auch Synergien.

Energie 360° ist schweizweit Vorreiterin in Sachen Abwärmenutzung. In Dielsdorf nutzt das Unternehmen die Abwärme eines Rechenzentrums zur Versorgung der Region mit CO2-neutraler Wärme.

Zudem baut und betreibt Energie 360° rund um den Zürichsee für verschiedene Gemeinden Energieverbünde mit Seewassernutzung und versorgt damit Haushalte und Unternehmen mit erneuerbarer Energie.

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