Die Christliche Schule Bern hat ihre Zelte neu in Gümligen aufgeschlagen. Zum Markenzeichen der Privatschule gehören die Waben und ihr pädagogisches Konzept.
Christliche Schule Bern
Das Team der csbern vor ihren Waben im neuen Schulhaus. - Zvg
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Mit dem Start ins neue Schuljahr hat in Gümligen eine weitere Privatschule ihre Tore geöffnet. Die Christliche Schule Bern – kurz csbern – ist über die Sommerferien im 3. und 4. Stock an der Worbstrasse 201 gleich neben dem Bahnhof eingezogen.

Zuletzt war die Schule im Schulhaus Enge neben dem Viererfeld in Bern zu Hause. Weil dieses über 100-jährige Schulhaus saniert wird, musste sich die csbern neue Schulräume suchen.

Die csbern wurde von 15 Jahren gegründet und ist seither stetig gewachsen. Sie zählt heute rund 60 Schülerinnen und Schüler vom Kindergarten bis zur 9. Klasse.

Positives Lernklima

Von Jasmin Hirschi, einer der beiden Co-Schulleiterinnen, wollten wir erfahren, was denn das Besondere an der csbern ist: «Eine zentrale Bedeutung haben für uns vertrauensvolle Beziehungen zwischen allen Beteiligten, den Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern und den Eltern. Nur so kann sich ein positives Lernklima entwickeln.»

Bei einem Streifzug durch die Schulräume fallen sofort die farbigen Waben in den Schulzimmern der Primarstufe auf. Marlene Gloor, die andere Co-Schulleiterin, klärt uns auf: «Unsere Schüler lernen sehr gerne in den Waben, weil sie sich dort sehr gut konzentrieren können und weniger abgelenkt werden.

Die Waben stehen für unser Schulkonzept, welches den individuellen Möglichkeiten und Potenzialen der uns anvertrauten Kinder Rechnung trägt. In vielen Fächern lernen die Schüler in ihrem eigenen Tempo mit Hilfe von Lernbausteinen. Sie entscheiden selbst, wann es Zeit für den Lernnachweis (den Test) ist und legen diesen dann auch selbstständig ab. Ungesunder Konkurrenzdruck in der Klasse entfällt dadurch, da alle an einem anderen Ort stehen.»

Herausforderungswochen

Eine Besonderheit auf der Oberstufe sind laut den beiden Schulleiterinnen die Herausforderungswochen, die eben erste zu Ende gegangen sind. Die Schülerinnen und Schüler planen Monate im Voraus ein besonderes und herausforderndes Projekt für 12 Tage, wie zum Beispiel eine Wanderung von 220 km Länge, eine Velotour durch die halbe Schweiz oder ein Trip auf dem Pferd um den Neuenburgersee.

Das Budget pro Tag beträgt 15 Franken pro Schülerin und Schüler. Das Geld muss auch für die erwachsene Begleitperson reichen, welche zur Sicherheit und in einer passiven Rolle mitgeht. «Ich staune immer wieder, wie diese Giele und Modis einen grossen Sprung in ihrer Persönlichkeitsentwicklung machen. Einfach weil sie sich ein hohes Ziel gesteckt haben und dieses auch erreicht haben.»

Eröffnungsfest am 10. September 2022

Diesen Samstag am 10. September berichten die Oberstüfeler im Rahmen des Eröffnungsfestes über ihre Erlebnisse. «Es dürfen alle kommen», betont Marlene Gloor. Neben der Besichtigung gebe es auch etwas zum Zmittag und sogar noch ein Konzert von Snäre. Das Programm startet um 10 Uhr und endet um 15 Uhr.

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