Aus vier Feuerwehren wird eine

Vier Gemeinden legen ihre Feuerwehren zusammen. Die Korps kämpfen mit Engpässen tagsüber.

Mitarbeiter der Feuerwehr
Ein 38-jähriger Mann wurde bei einem Unfall in Cadenazzo TI schwer verletzt und mit einer hydraulischen Zange aus seinem umgekippten Fahrzeug befreit. (Symbolbild) - Pixabay

Das Personal wird knapp. Besonders für Piketteinsätze tagsüber haben Feuerwehren immer mehr Mühe, genügend Personen zu rekrutieren. Zudem steigen die Anforderungen, der Aufwand wird höher. Vor diesem Hintergrund haben die vier Gemeinden Moosseedorf, Münchenbuchsee, Urtenen-Schönbühl und Zollikofen ihre Feuerwehren in den letzten anderthalb Jahren analysiert und geschaut, ob und in welcher Form sie in Zukunft vertieft zusammenarbeiten können. Als mögliche Bereiche wurden die Ausbildung, die Administration oder der Materialdienst genauer angeschaut.

Gestern haben die Gemeinden mitgeteilt, wie es weitergeht: Die vier Feuerwehren werden bis 2022 in eine neue regionalisierte Feuerwehr überführt. Das haben die Gemeinderäte aufgrund der vertieften Analyse beschlossen. Damit könnten die zukünftigen Herausforderungen am besten bewältigt werden.

Die konkrete Form der Kooperation werde bis Ende dieses Jahres definiert, heisst es in der Mitteilung weiter. Das letzte Wort haben die Gemeindeversammlungen in Moosseedorf und Urtenen-Schönbühl sowie die Parlamente in Münchenbuchsee und Zollikofen. Diese entscheiden vermutlich Ende 2020. Das Gebiet der regionalen Feuerwehr umfasst ebenfalls die Gemeinden Deisswil, Diemerswil, Wiggiswil und Mattstetten, welche die Aufgaben im Rahmen eines Leistungsvertrags schon früher an Münchenbuchsee respektive Urtenen-Schönbühl abgetreten haben.

Vermutlich nicht billiger

Den Ausschlag für den Zusammenschluss der vier Einheiten habe die personelle Situation gegeben, sagt Andreas Luginbühl (SVP), in Münchenbuchsee zuständiger Gemeinderat für die Feuerwehr. Wobei die Probleme unterschiedlich stark ausgeprägt seien. Die Aufgaben, besonders für Kader und Stäbe, würden immer komplexer. «Die neue Organisation wird voraussichtlich nicht günstiger», fährt Luginbühl fort. Zwar werde der Gesamtbestand gegenüber heute um bis zu 30 Prozent kleiner. Dafür gehe es in Richtung Teilprofessionalisierung.

Bei der Ausrüstung seien die Feuerwehren gut aufgestellt, sagt Luginbühl. Er rechnet nicht damit, dass zusätzliches Material oder Fahrzeuge angeschafft werden müssten. Die neue regionale Feuerwehr werde dezentrale Standorte haben. Sonst könnten die zeitlichen Vorgaben bei Einsätzen nicht eingehalten werden, begründet Luginbühl. Die kantonale Gebäudeversicherung (GVB) begleitet den Prozess eng. Sie ist für den Feuerschutz im ganzen Kanton verantwortlich. Andreas Luginbühl erwartet auch einen finanziellen Zustupf der GVB an die Reorganisation.

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