Das Frauenteam Thun Berner-Oberland verliert das zweitletzte Meisterschaftsspiel zu Hause gegen die FC Zürich Frauen U21 mit 6:2 und ist trotzdem Meister.
Die NLB Frauen des FC Rot-Schwarz Thun. - Thun
Die NLB Frauen des FC Rot-Schwarz Thun. - Thun - FC Rot-Schwarz Thun

Nachdem die Thunerinnen in den ersten zwei Spielminuten vier Eckbälle zu verzeichnen hatten und keinen davon verwerten konnte, schäpperte es nur zwei Zeigerumdrehungen später im Tor des Heimteams. Mit dem ersten Angriff waren die Zürcherinnen bereits erfolgreich.

Die Nervosität war den Gastgeberinnen deutlich anzumerken, denn sie waren zu wenig aggressiv und wirkten auch spielerisch sehr unsicher. Nach einer halben Stunde kam der zweite Gegentreffer. Von da an hatten die Berner Oberländerinnen nichts mehr zu verlieren und begannen endlich, ihr Talent auszuspielen.

Der Wille zum Anschlusstreffer war da und so war es auch die Thunerin Martina Frey, welche nach der Pause mit einem Weitschuss ein erstes Ausrufezeichen setzte. Defensiv blieb das Heimteam allerdings verwundbar und kassierte bis zur 62. Minute zwei weitere Gegentreffer.

Dies war nun ein sehr hohes Kapital, welches es aufzuholen gab. Entsprechend war die Enttäuschung dem Heimteam ins Gesicht geschrieben. Dennoch gaben sie sich nicht komplett auf. Nach 77 Minuten gelang Céline Batschelet nach einem Freistoss von Frey der Anschlusstreffer. Zwei weitere Minuten später, erhöhte Zürich allerdings auf 5:1.

Meisterschaft trotz klarer Niederlage

Es kam noch brutaler für den Leader, denn sie erhielten auch noch einen sechsten Gegentreffer. Die letzte Aktion gehörte dann wiederum den Hausherrinnen. In der 90. Minute wurde Batschelet im Strafraum einmal mehr regelwidrig aufgehalten. Den fälligen Elfmeter hämmerte Gianna Gerber, wie bereits in den letzten Spielen, souverän zum 6:2 Schlussergebnis ins Netz.

Trotz der schmerzhaften Niederlage erreichte die Berner Oberländerinnen wenige Stunden nach Spielende eine positive Nachricht: Da auch der Tabellenzweite gepatzt hatte, gewinnt das Team von Adrijan Bat und Daniel Chiacchio die Meisterschaft der Nationalliga B.

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