Prix Velo: Thalwil als velofreundliche Gemeinde ausgezeichnet

Gemeinde Thalwil
Gemeinde Thalwil

Region Thalwil,

Der Prix Velo 2025 kürt Thalwil zur besten Aufsteigerin. Trotz grosser Fortschritte beim Wegnetz zeigen die Resultate auch Handlungsbedarf bei der Sicherheit.

Velofahrerin
Thalwilerinnen und Thalwiler sind der Ansicht, dass man in Thalwil «gut Velo fahren kann». - Gemeinde Thalwil

Wie die Gemeinde Thalwil berichtet, nahm sie 2021 erstmals an der schweizweiten Umfrage Prix Velo Städte von Pro Velo teil. Die Befragung erhebt die Zufriedenheit der Velofahrenden anhand von Aussagen und leitet daraus Noten von 1 bis 6 ab. Die Rückmeldungen dienen der Gemeinde als Orientierung für die Weiterentwicklung der Veloförderung.

2021 erhielt Thalwil eine Durchschnittsnote von 3.6 und belegte Rang 28 von 30 in ihrer Grössenklasse. Verbesserungsbedarf sahen die Teilnehmenden damals vor allem beim Komfort mit 3,0 und beim Stellenwert mit 3,1. Positiv bewertet wurden das Verkehrsklima mit 4,2 und die Abstellanlagen mit 4,1.

Velonetz und Infrastruktur gezielt ausgebaut

Diese Hinweise und Schwachstellen hat die Gemeinde aufgenommen und das im Richtplan und im Veloverkehrskonzept von 2018 angelegte Vorgehen konsequent weitergeführt. Ziel ist ein dichtes und durchlässiges Netz an Velowegen, eine verständliche und sichtbare Veloführung und genügend Abstellplätze sowie begleitende Massnahmen, die ein sicheres und faires Verkehrsverhalten fördern.

Dafür wurden in den letzten Jahren verschiedene Massnahmen wie neu markierte Radstreifen, zusätzliche Signalisationen durch Piktogramme sowie die Öffnung vieler Einbahnstrassen wie Schwandelstrasse, Freiestrasse, Alte Landstrasse und künftig auch Gotthardstrasse für Velos im Gegenverkehr umgesetzt.

Parallel dazu wurden Abstellmöglichkeiten ausgebaut, zum Beispiel am See und mit der renovierten Velostation Passerelle Süd, die am Bahnhof rund 100 Abstellplätze im Erdgeschoss sowie weitere 100 gesicherte Plätze mit Lademöglichkeiten bietet.

Klare Verbesserung in fast allen Kategorien

Die aktuellen Resultate des Prix Velo 2025 zeigen, dass diese Arbeit bei vielen Velofahrenden angekommen ist. Thalwil verbessert sich gegenüber 2021 deutlich und erreicht in ihrer Grössenklasse Rang 7 von 32. Die Durchschnittsnote liegt bei 4,0, was einer Verbesserung von plus 0,4 Notenpunkten gegenüber 2021 entspricht. Damit erhält Thalwil die Auszeichnung «Beste Aufsteigerin» und liegt 0,1 Notenpunkte über dem schweizweiten Durchschnitt.

Besonders aussagekräftig ist die direkte Einschätzung «Ich kann hier gut Velo fahren». Diese Pauschalnote steigt von 3.9 im Jahr 2021 auf 4.4 im Jahr 2025. Das passt zu den Veränderungen, die Velofahrende im Alltag wahrnehmen, wenn Verbindungen logischer werden, Wege durchgängiger wirken und Velofahren in Politik und Verwaltung spürbar mehr Beachtung findet.

Weitere Verbesserungen bei Sicherheit und Komfort nötig

Trotz des erfreulichen Sprungs zeigen die Resultate auch, wo weiter Handlungsbedarf besteht. Komfort und Sicherheit werden weiterhin tiefer bewertet als die stärkeren Bereiche wie Wegnetz oder Abstellen.

Dazu kommen Hinweise auf Zielkonflikte im Alltag, etwa beim Miteinander mit schnellen E-Bikes und bei der Umfahrung von Baustellen. Auch heute noch werden viele Kreuzungen als gefährlich, Velowege als unvollständig und die Wegweisung als ungenügend erachtet.

Solche Rückmeldungen sind ein wichtiger Auftrag, die Infrastruktur an anspruchsvollen Stellen weiter zu verbessern und zugleich die Verkehrskultur zu stärken, damit sich möglichst viele Menschen sicher fühlen, auch Kinder, ältere Personen und weniger geübte Fahrende.

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