Das Budget der Stadt Sursee bleibt im roten Bereich. 2022 rechnet der Stadtrat mit einem Minus von 4,5 Millionen Franken. Das ist eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Massnahmen zur Stabilisierung der Finanzen seien aber angezeigt, erklärte die Stadtregierung.
Stadtverwaltung Sursee - Sursee
Stadtverwaltung Sursee - Sursee - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Der Gesamtaufwand steigt um 4,3 Prozent auf 121 Millionen Franken, wie die Stadt Sursee am Mittwoch mitteilte. Das Defizit fällt rund 20 Prozent oder 1,4 Millionen Franken tiefer aus als im laufenden Jahr budgetiert. Der Stadtrat spricht von einer «leichten Trendwende».

Nach wie vor stark belastet werde der Haushalt durch steigende gebundene Ausgaben, etwa in den Bereichen Soziales und Bildung. Auch im Bereich Bau und Unterhalt stehen Projekte an, die Kosten und Personalressourcen auslösen, insbesondere die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes samt Bushof und unterirdischer Velostation. Die Investitionen 2022 sind mit rund 33 Millionen Franken fast doppelt so hoch veranschlagt wie im laufenden Jahr.

Auf der Einnahmeseite kalkuliert die Stadt mit höheren Steuereinnahmen. Diese steigen gemäss Budget um 3 Millionen Franken auf 37,5 Millionen Franken. Bis 2025 bleibt das Rechnungsergebnis der Stadt Sursee bei gleichbleibendem Steuerfuss von 1,75 Einheiten gemäss Finanzplan im roten Bereich. Die Fehlbeträge bewegen sich jährlich um 4 Millionen Franken.

Die sich abzeichnenden Verluste könnten mit dem Eigenkapital von rund 53 Millionen Franken ausgeglichen werden, hält der Stadtrat fest. Der Handlungsbedarf sei aber unbestritten. Um mittelfristig wieder eine ausgeglichene Rechnung zu präsentieren, müsse unter anderem das Wachstumstempo der letzten Jahre gebremst werden.

Ebenso sei die Einnahmeseite zu überprüfen und zu stärken. Die Stadtregierung schliesst auch eine Steuererhöhung nicht aus. Über das Budget befindet die Gemeindeversammlung am 13. Dezember.

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