Wie die Gemeinde Beromünster mitteilt, soll im Gebiet Chällermatt die öffentliche Zone für eine neue Dreifachsporthalle mit Feuerwehrstandort geschaffen werden.
Gemeindehaus Beromünster - Beromünster
Gemeindehaus Beromünster - Beromünster - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Die Begleitgruppe Ortsplanung empfiehlt, im Gebiet Chällermatt eine öffentliche Zone für eine neue Dreifachsporthalle mit Feuerwehrstandort zu schaffen. Zudem soll sich die Gemeinde moderat weiterentwickeln.

Das Wachstum soll geringer sein als in den vergangenen fünfzehn Jahren. Über die zweite Etappe der Ortsplanungsrevision wird die Bevölkerung von Beromünster voraussichtlich im Herbst 2022 befinden können.

Fast 950 Stimmberechtige haben Ende Oktober 2021 an der Gemeindeversammlung Beromünster teilgenommen. Mit der deutlichen Zustimmung zur Umzonung im Gebiet Bifang konnte die erste Etappe der Ortsplanung erfolgreich abgeschlossen werden. In der

Zwischenzeit hat sich die dreissigköpfige Begleitgruppe Ortsplanung getroffen, um die wichtigsten Elemente und den Zeitplan für die zweite Etappe zu besprechen.

Bedarf an zusätzlichen Sporthallen ausgewiesen

Die Schule Beromünster braucht zeitgemässe Sporthallen, die den heutigen Bedürfnissen entsprechen. Leider kann die Mehrzweckhalle Beromünster mit der veralteten Ausstattung diese Anforderungen nicht mehr erfüllen. Weil die Schülerzahlen in der Primar- und Sekundarschule zudem seit Jahren steigen, ist der Bedarf an zusätzlichen Hallen für den schulischen Sportunterricht ausgewiesen.

Auch viele Sportvereine, vorab aus den Ortsteilen Beromünster und Gunzwil, wünschen sich eine bessere Infrastruktur. Schliesslich hat die Feuerwehr Michelsamt an ihrem heutigen Standort zu wenig Platz, um ihre Aufgaben zum Schutz der Bevölkerung wahrzunehmen. Sie braucht einen zentral gelegenen Standort mit einer separaten Zu- und Wegfahrt.

«Die Begleitgruppe Ortsplanung und der Gemeinderat sind sich darum einig, auf der Chällermatt die planerische Voraussetzung für eine neue Dreifachsporthalle mit Feuerwehrstandort zu schaffen», erklärt Hans-Peter Arnold, Gemeindepräsident von Beromünster.

Wichtig zu wissen: Ein Ja zur Umzonung bedeutet nicht automatisch auch eine Zustimmung zur Dreifachsporthalle. Über das konkrete Projekt beziehungsweise den dazugehörenden Kredit wird dereinst separat abgestimmt.

Beromünster soll moderat wachsen

Beromünster ist gemäss übergeordnetem Raumplanungsrecht eine sogenannte Kompensationsgemeinde. Was das konkret bedeutet, erklärt Gemeindepräsident Hans-Peter Arnold: «In Beromünster können keine neuen Wohn- oder Mischzonen geschaffen werden, ohne die entsprechende Fläche andernorts wieder auszuzonen.» Folgende Gebiete sollen unter anderem mit der Ortsplanungsrevision als Wohn- oder Mischzonen entwickelt werden:

- Bifang (Mischzone, bereits eingezont)

- Sandhübel (Wohnzone)

- Winkel, Neudorf (Wohnzone)

Mit der Mehrwertabgabe auf diesen Einzonungen werden diejenigen Grundeigentümer in Schwarzenbach abgegolten, deren Grundstücke zurückgezont werden.

Die neu eingezonten Gebiete sollen dereinst in Etappen überbaut werden, damit das Wachstum gesteuert werden kann. So ist in Beromünster in den kommenden 15 Jahren mit einem jährlichen Bevölkerungswachstum von 0,7 Prozent zu rechnen. Im Vergleich: Seit 2005 ist die Gemeinde im

Durchschnitt um 1,2 Prozent gewachsen. Die Begleitgruppe Ortsplanung empfiehlt dem Gemeinderat, am moderaten Wachstum und an der Innenverdichtung in Etappen festzuhalten.

Abstimmung voraussichtlich im Herbst 2022

Ziel ist es, die zweite Etappe zügig voranzutreiben und möglichst schnell abzuschliessen. Das bedeutet mit anderen Worten auch, dass in der laufenden zweiten Etappe keine neuen raumplanerischen Gesuche und Anträge bearbeitet werden.

Nach Abschluss der laufenden Arbeiten wird es darum voraussichtlich weitere Anpassungen an der Ortsplanung geben. Die nächste Sitzung der Begleitgruppe Ortsplanung findet am 20. Januar 2022 statt.

Sofern alles planmässig verläuft, kann die öffentliche Auflage im Mai 2022 stattfinden. Die Stimmbevölkerung von Beromünster wird voraussichtlich im Herbst 2022 über die zweite Etappe der Ortsplanungsrevision befinden können.

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