Oberentfelder Faustballer gewinnen den Schweizer Cup
Die Faustballer des STV Oberentfelden AG haben den Schweizer Cup gewonnen. Im Final gegen Widnau lagen sie 1:3 zurück und drehten die Partie noch zum 5:4.

Nach dem Cupsieg im Jahr 2022 geht der Titel in diesem Jahr erneut nach Oberentfelden. Gegen die Aussenseiter aus Widnau tun sie sich zwar lange Zeit schwer, werden ihrer Favoritenrolle am Ende aber dennoch gerecht und gewinnen 5:4. Widnaus «Oldies», wie sich die routinierte Cup Equipe aus dem Rheintal selbst nennt, haben sich als Unterklassige für den Cupfinal qualifiziert. Auch wenn sie auf dem Papier «nur» als 2. Liga Equipe eingestuft sind, vereinen sie in ihren Reihen sehr viel Qualität, sind doch gleich mehrere ehemalige Nationalspieler in diesem Team mit dabei. Die Oberentfelder waren also gewarnt. Captain Ramon Hochstrasser war vor dem Final aber dennoch zuversichtlich: «Wir wissen, dass wir die stärkere Mannschaft sind, wenn wir unser Spiel durchziehen können.»
Einbruch ab dem zweiten Satz
Das klappte zu Beginn auch optimal. Die Oberentfelder, die in diesem Cupfinal im Vergleich zur Meisterschaft auf ihren Mittelmann Nicolas Voit und Abwehrspieler Reto von Ballmoos verzichten mussten, holten sich den ersten Satz dank einer souveränen Leistung mit 11:6. In der Folge aber kam der Bruch. Die nächsten drei Durchgänge gingen allesamt relativ deutlich an die Widnauer. «Wir sind komplett eingebrochen und hatten grosse Probleme mit ihrem Service», so Ramon Hochstrasser.
Nach dem 1:3 Rückstand reagierten die Oberentfelder und nahmen einen Wechsel vor. Sie brachten Routinier Dominik Gugerli auf der Mitteposition, wodurch Silvan Bisig wieder auf seiner angestammten Flügelposition spielen konnte. In dieser Konstellation fingen sich die Oberentfelder und konnten den fünften Satz mit 11:6 für sich entscheiden. Das war aber noch nicht die Wende in diesem Spiel, denn die Widnauer «Oldies» konnten ihren Vorsprung noch einmal auf 4:2 ausbauen.
Schöner Saisonabschluss
Dann aber fanden die Oberentfelder endgültig zu ihrem Spiel zurück. Die letzten drei Durchgänge dieser Partie gingen allesamt deutlich an die Jungs von Trainer Koni Keller. 11:5, 11:5, 11:7 lautete das Verdikt, wodurch sich die Oberentfelder über den Cuptitel freuen konnten.
«Der Fokus in dieser Saison lag für uns klar auf der Meisterschaft. Aber es ist super, dass wir diese Saison, die für uns ziemlich herausfordernd war und nicht immer so lief, wie wir uns das gewünscht haben, mit einem Titel beenden können», bilanzierte Ramon Hochstrasser. Damit ist die Feldsaison für die Oberentfelder Faustballer definitiv zu Ende. Auch wenn es nicht zum erhofften Schweizer Meistertitel reichte, kann sich die Saisonbilanz mit dem dritten Rang in der Meisterschaft und dem Cupsieg sehen lassen.







