Die TBS Strom AG kann trotz Steigung der Beschaffungspreise die Tarifanpassungen in Suhr in einem moderaten Rahmen halten.
Strommasten
Strommasten (Symbolbild). - Keystone

Seit November 2020 steigen die Beschaffungspreise an der Strombörse kontinuierlich an und eine Trendwende ist nicht in Sicht. Bis Ende August 2021 haben sich die Preise für das Lieferjahr 2022 nahezu verdoppelt. Trotzdem kann die TBS Strom AG die Tarifanpassungen in einem moderaten Rahmen halten. Ein durchschnittlicher Suhrer Haushalt wird somit im kommenden Jahr mit jährlichen Mehrkosten von nur 11.25 Franken rechnen müssen.

Für die Preissteigerungen sind zwei Faktoren verantwortlich

Zum einen sind die Netznutzungskosten auf den höheren Spannungsebenen angestiegen. Diese Mehrkosten werden von den Vorlieferanten weitergegeben. Auf der anderen Seite führt der anhaltend steigende Trend am Strommarkt zu höheren Energiebeschaffungskosten.

Die TBS Strom AG konnte durch die Wahl ihrer Beschaffungsstrategie die Tariferhöhungen für 2022 teilweise abfedern. Für die kommenden Jahre ist jedoch weiterhin mit steigenden Energiepreisen zu rechnen. Ausschlaggebend dafür sind die steigenden Preise der primären Energieträger Erdgas, Erdöl und Kohle sowie für die Beschaffung von CO2-Zertifikaten.

In Europa werden nach wie vor sehr viele Kraftwerke, deren Produktionsmengen an der Strombörse gehandelt werden, mit fossilen Primärenergieträger betrieben. Die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie hat ebenfalls zu einer erhöhten Stromnachfrage geführt.

Ökoprodukte können weiterhin angeboten werden

Die Beschaffungspreise für Herkunftsnachweise haben sich in den letzten Jahren glücklicherweise auf einem tiefen Niveau stabilisiert. Zudem liefern die Suhrer Photovoltaikanlagen ausreichend Solarenergie, damit die TBS Strom AG ihren Kunden weiterhin attraktive Ökoprodukte, mit einem starken Bezug zur Region anbieten kann.

Im kommenden Jahr startet die TBS Strom AG mit der Installation der intelligenten Stromzähler. Bis Ende 2027 werden in Suhr mindestens 80% aller Messstellen mit den neuen Zählern, welche nicht mehr manuell ausgelesen werden müssen, ausgerüstet sein. Die Auslesung wird dann über das Glasfasernetz (FTTH) der TBS erfolgen.

Mehr zum Thema:

Franken Coronavirus