Der KulturGarten 2021 stellt die Weichen für ein bunteres Steffisburg.
Blumenwiese
Blumenwiese. - Elisabeth Kopp, Gemeinde Steffisburg

Auf verschiedenen bisher ungenutzten gemeindeeigenen Flächen werden in diesem Jahr artenreiche Blumenwiesen angelegt. Am 1. Mai 2021 zeigt ein Fachmann auf dem Friedhof Eichfeld, wie solche ökologisch wertvollen Wiesen angelegt werden können. Anmeldungen für diese öffentliche Veranstaltung sind bis am 28. April 2021 möglich.

Artenreiche Wiesen mit einheimischen Blumen sind selten geworden. Das soll sich in Steffisburg ändern. Mit dem diesjährigen Leuchtturmprojekt des KulturGartens Steffisburg 2021 werden auf mehreren Flächen einheimische Blumen gesät und gepflanzt. Geeignete Flächen dazu sind zahlreich vorhanden. Viele öffentliche Flächen (z.B. Strassenränder) werden heute mit viel Aufwand gepflegt, bieten der Natur aber wenig. Hingegen finden in artenreichen Blumenwiesen viele Insektenarten Lebensraum und Nahrung. Insekten sind für ein funktionierendes Ökosystem unverzichtbar: sie sind Bestäuber, machen den Boden fruchtbar und dienen anderen Tieren als Nahrungsquelle. «Mit dem Schutz dieser natürlichen Lebensräume tun wir also auch uns etwas Gutes,» sagt Gemeindepräsident Jürg Marti und fügt an: «Wir wollen in Zukunft mehr einheimische Blumen in unserem Dorf und wir wollen weniger mähen, um die Lebensräume von Insekten und anderen Tieren zu schützen.»

Am 1. Mai 2021 zeigt Daniel Mosimann, Fachmann für naturnahen Garten- und Landschaftsbau, auf dem Friedhof Eichfeld, wie artenreiche Blumenwiesen angelegt werden können. Wer will, darf den Gärtner dabei tatkräftig unterstützen. Und wer vor Ort gleich einheimische Wildpflanzen kaufen möchte, wird von Elisabeth Salzmann, Fachperson für Wildpflanzen, TENERA, beraten. Die Veranstaltung findet gemäss den aktuell geltenden Schutzmassnahmen in Gruppen mit maximal 15 Personen statt.

Auch die Schule ist Teil der Aktion Blumenwiesen. Schülerinnen und Schüler des Bernstrasse-Schulhauses werden auf dem Schulareal gemeinsam mit ihren Lehrpersonen und Daniel Mosimann ein Projekt zur Förderung der Biodiversitätt umsetzen. Auch dort entstehen artenreiche Blumenwiesen und Lebensräume für bodenbrütende Wildbienen. «Das Projekt mit den Kindern freut mich besonders,» sagt die Projektleiterin Elisabeth Kopp und fügt an: «es ist von grosser Bedeutung, dass die Kinder - die Erwachsenen von morgen - die Zusammenhänge in der Natur kennenlernen. Wer diese kennt, ist eher bereit, dazu Sorge zu tragen.»

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