Die Titlis Bergbahnen sind auch im Geschäftsjahr 2020/21 von der Coronakrise ausgebremst worden. Wegen der Pandemie blieben erneut vor allem die internationalen Gäste weg. Dank Kosteneinsparungen und Härtefallentschädigung konnte immerhin der Verlust eingegrenzt werden. Das Unternehmen zahlt erneut keine Dividende aus.
Titlis-Bahn
Die Titlis-Bahn. - Keystone

Die Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG transportierte im Geschäftsjahr 2020/21 (per Ende Oktober) 505'000 Fahrgäste und damit noch einmal 15 Prozent weniger als im bereits pandemiebedingt schwachen Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Vor der Krise, im Geschäftsjahr 2018/19, hatten die Titlis Bergbahnen mit 1,24 Millionen Passagieren einen Besucherrekord erzielt.

Das Wegbleiben internationaler Gäste, behördlich verordnete Schliessungen, massive Einschränkungen der Gastronomieangebote und Investitionen in Schutzmassnahmen hätten den Betrieb am Titlis zu einer ständigen Herausforderung gemacht, teilte das Unternehmen mit.

Der Verkehrsertrag sank vor diesem Hintergrund um gut 26 Prozent auf 17,3 Millionen Franken. In der Folge gingen auch die Erträge der Restaurants und Hotels um gut 35 Prozent auf 5,2 Millionen zurück.

Immerhin lag der Betriebsaufwand mit 29,6 Millionen gut 10 Prozent tiefer. Sparmassnahmen, ein «striktes» Kostenmanagement, Kurzarbeitsentschädigung und massgeblich auch die Corona-Härtefallentschädigung über 10 Millionen Franken hätten den Verlust in Grenzen gehalten, teilte das Unternehmen mit.

Unter dem Strich blieb gleichwohl ein Minus von 5 Millionen Franken. Im Vorjahr lag der Verlust noch bei 14,6 Millionen. Der Verwaltungsrat empfiehlt vor diesem Hintergrund erneut, auf eine Dividende zu verzichten.

Immerhin scheint das neue Geschäftsjahr 2021/22 trotz der noch immer nicht überstandenen Pandemie bisher positiv zu verlaufen. Das Unternehmen spricht von einem «vielversprechenden» Start. So lagen die Ersteintritte von Anfang November bis Ende Dezember knapp 24 Prozent höher als im Vorjahr

Die Rückkehr zu interkontinentalen Reisen und damit zu einem vollständig globalisierten Tourismus werde die Titlis Bergbahnen aber noch lange beschäftigen. Zwar könne die Nachfrage aus Indien und den Golfstaaten rasch wieder ansteigen, die Nachfrage aus den USA werde sich aber verzögern, hiess es.

Und noch länger muss der Bahnbetreiber gemäss eigener Einschätzung wohl auf die so wichtigen chinesischen Gäste verzichten.

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