Installationen in der Galerie Stans fordern die Wahrnehmung heraus
Die Video- und Foto-Installationen von Susanne Hofer stellen die Wahrnehmung auf die Probe. Die Künstlerin bringt das Meer und die Atmosphäre einer Sommernacht in die Galerie Stans, wo ihre Werke bis am 29. März zu sehen sind.

Hofer erzeugt mit ihren Arbeiten Illusionen. So sehen die Besucherinnen und Besucher am Anfang der Ausstellung mit dem Titel «Ereignisse» eine Projektion von glitzerndem Wasser mit Booten, Frachtern und Kähnen am Horizont. Doch bei näherer Betrachtung entpuppen sich die Schiffe als Werkzeuge, Lavabostöpsel und Bohrer.
Eine weitere Arbeit besteht aus Fotos von Fenstern einer ehemaligen Fabrik aus verschiedenen Blickwinkeln. Diese fügt Hofer an einer Wand neu zusammen, wobei neue Räume zu entstehen scheinen.
Die Projektion «Das Ereignis» beschwört mit Grillenzirpen und Vogelgezwitscher die Atmosphäre einer friedlichen Sommernacht herauf, jäh gestört von einem vorbeidonnernden Schnellzug.
Hofers Arbeiten spielen mit den historischen Räumen des Flury-Hauses im Dorfzentrum Stans, die sich durch die Projektionen und Installationen verwandeln, wie es im Ausstellungstext heisst.
Jüngst waren Hofers Werke in der Jahresausstellung des Zentralschweizer Kunstschaffens, «zentral! XL», im Kunstmuseum Luzern zu sehen. In diesem Rahmen erhielt die in Luzern aufgewachsene Künstlerin für ihre Videoarbeiten den Preis der Zentralschweizer Kantone. Die Jury würdigte sie für ihre Beobachtungen, «in denen sich Realitäten subtil verschieben», wie das Kunstmuseum Ende vergangenen Jahres mitteilte.






