UHC Pfannenstiel verpasst Sensation gegen Leader Thun

Der UHC Pfannenstiel führt gegen Tabellenleader Thun mit 3:0, muss sich nach starker Leistung aber noch mit 3:5 geschlagen geben. Der Auftritt macht Mut.

UHC Pfannenstiel
UHC Pfannenstiel – Starke Leistung gegen den Leader UHC Thun nicht belohnt. - UHC Pfannenstiel

Wie der UHC Pfannenstiel berichtet, verpasst das Team gegen den souveränen Tabellenleader UHC Thun die Überraschung und muss sich trotz einer starken Teamleistung und einer 3:0-Führung zwölf Minuten vor Schluss mit 3:5 geschlagen geben.

Das Team zeigte aber eine Leistung die Mut mach für die verbleibenden fünf Qualifikationsspiele.

Der UHC Pfannenstiel war gewillt vor einer ansehnlichen Kulisse und mit vielen vielen ehemaligen Akteuren des Fanionteams dem Ligakrösus UHC Thun alles abzuverlangen. Überraschenderweise übernahm Pfanni von Beginn an das Zepter und liess den Ball gut laufen.

Pfanni gibt den Ton an

So erarbeiteten sich die Einheimischen in den ersten fünf Minuten auch bereits drei gute Abschlussmöglichkeiten. In der vierten Minute verpasste Virrankari im Slot ganz knapp und wenig später zirkelte auch Hafner seinen Abschluss hauchdünn am rechten Torpfosten vorbei.

Dem erfolgreichen Torabschluss noch näher kam Wittig, der seine 1:0-Situation aber von Weber vereitelt sah. In der siebten Minute war es erneut Hafner, der nach einer schönen Kombination knapp über das Tor abschloss. Pfanni zeigte bis anhin eine äusserst solidarische Leistung mit viel Spielfreude.

So kamen die Thuner erst in der zehnten Spielminute zur ersten ernsthaften Möglichkeit. Widmer konnte nach einer 2:1-Situation den Ball aber nicht wie gewünscht kontrollieren.

Pfostenpech kurz vor der Pause

In der 15. Minute konnte Thun dann nach einer Strafe gegen Ernst erstmals in Überzahl auflaufen, doch das Unterzahlspiel der Zürcher Oberländer liess nur wenig zu und den einzigen Abschluss von Schwendimann war eine sichere Beute von Pfanni-Hüter Schindele.

Gegen Ende de Drittels hatte erneut Wittig die Führung auf dem Stock, doch sein Abschluss zischte ganz knapp am Pfosten vorbei. Dem Tor am nächsten kam dann Luchsinger 40 Sekunden vor dem Pausenpfiff. In Überzahl schlenzte er den Ball an den weiten Pfosten. So blieb es nach 20 gespielten Minuten weiterhin torlos.

Druckphase wird belohnt

Pfanni nahm sich für das zweite Drittel vor an die Leistung der ersten 20 Minuten anzuknüpfen und dies sollte gut gelingen. Weiterhin war zwischen den Teams kein Unterschied zu sehen, obwohl sie in der Tabelle durch 29 Punkte getrennt sind.

Im Gegenteil Pfanni war weiterhin das aktivere Team, hatte mehr Ballbesitz und auch mehr Abschlüsse. So durfte das Heimteam in der 24. Minute verdientermassen erstmals jubeln. Hafner wurde im Zentrum von Virrankari angespielt und leitete den Ball nach rechts aussen auf Forrer weiter, der mit einem Direktabschluss Pfanni mit 1:0 in Führung schiessen konnte.

In den folgenden Minuten blieben dann grössere Chancen aus. Die nächste hatte dann Pfanni zu Spielmitte als der Thuner Würz die Strafbank aufsuchen musste. Das Powerplay zeigte sich druckvoll und liess den Ball gut laufen.

Pfanni diktiert weiter das Spiel

Kurz vor Ende des Überzahlspiels nutzte Hurni den ihm gewährten Platz aus und versenkte den Ball aus der Distanz sehenswert zum 2:0 für die Einheimischen. Thun versuchte postwendend zu reagieren, doch Münger fand seinen Meister in Schindele.

Gegen Ende des Drittels war es erneut Pfanni, dass dem Spiel den Stempel aufdrückte und weitere gute Chancen erarbeiten konnte, doch Luchsinger und Ernst (2x) konnten den Ball trotz bester Abschlusspositionen nicht im gegnerischen Tor unterbringen. So war auch die 2:0-Führung für den Underdog zur zweiten Drittelspause mehr als verdient.

Thun erhöht den Druck

Für das letzte Drittel bündelte Thun nun seine Kräfte und agierte nur noch mit 2 Linien. Die erste Chancen hatte dann der Graber, der Captain der Berner Oberländer, der jedoch an Schindele Scheiterte.

Auf der Gegenseite hatte dann der Pfanni-Finne Virrankari das 3:0 auf dem Stock, doch er suchte den Pass zu viel und fand diesen nicht. In der 48. Minute konnte Pfanni dann aber wieder jubeln. Hurni spielte nach linksaussen zu van Welie, dieser fasste sich ein Herz und drosch den Ball direkt und unhaltbar zum 3:0 in die gegnerischen Maschen.

Leider blieb Pfanni die Freude über dieses dritte Tor im Halse stecken und nur 20 Sekunden später konnte Thun erstmals jubeln. Graber hatte nach einem Pass von Zimmermann zu viel Platz im Slot, setzte zum Drehschuss an und verkürzte auf 1:3.

Dieses Gegentor bewirkte etwas im Kopf der Pfanni-Spieler und die zuvor an den Tag gelegte Souveränität ging etwas verloren. So war es Münger, der im Pfanni-Slot den Ball gewinnen konnte, nicht lange fackelte und zum 2:3 einschiessen konnte.

Spiel kippt endgültig

Pfanni-Trainer Werner zog nun sein Time-Out ein und versuchte das Spiel wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Doch Thun behielt die Überhand und war nun definitiv das bessere Team.

So war dann leider auch das 3:3 in der 54. Minute nicht weiter verwunderlich. Schwendimann traf mit einem abgelenkten Freistoss aus der Halbdistanz zum Ausgleich. Und es sollte noch bitterer kommen für Pfanni. 73 Sekunden vor Schluss fehlte etwas die Konsequenz in der Defensive und Bühler traf mit einem erneut abgelenkten Schuss zum 4:3 für die Gäste.

Pfanni versuchte zwar nochmals alles, doch Aeschbacher besiegelte mit dem Treffer zum 5:3 den Sieg des Leaders. Für Pfanni war es eine äusserst ärgerliche Niederlage, da sie keineswegs zwingend war und Thun an diesem Abend ohne die beiden Topscorer Jonas und Luca Ruch definitiv schlagbar gewesen wäre.

Zürcher Derby als nächste Bewährungsprobe

Verteidiger Fässler nach dem Spiel: «Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir dem Leader aus Thun Paroli bieten können, auch wenn wir als klarer Aussenseiter ins Spiel gingen. Wir konnten über 48 Minuten unseren Gameplan durchziehen, liessen uns dann aber durch die Thuner Tore verunsichern.

Alles in allem haben wir uns aber im Vergleich zur letzten Woche klar gesteigert. Wenn wir auch nächste Woche so auftreten, bin ich überzeugt, dass wir Punkte einfahren werden.»

Das angesprochene Spiel findet am Sonntag, 25. Januar 2026 um 16 Uhr in der 3-fach Kirchwies statt und Gegner ist im Zürcher Derby Unihockey Limmattal.

Die Ausgangssituation für Pfanni hat sich nicht gross geändert. Sie bleiben nach wie vor im Kampf um den letzten verbleibenden Playoff-Platz, den aktuell der UHC Grünenmatt mit zwei Punkten Vorsprung innehat, gefolgt werden sie von ULA, Davos und Limmattal.

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