Männedorf

Starkes Ergebnis 2025: Überschuss übertrifft Erwartungen

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Stäfa,

Die Jahresrechnung 2025 zeigt einen Ertragsüberschuss von 6,03 Millionen Franken – dank höherer Grundstückgewinnsteuern und tieferem Finanzausgleich.

Die Gemeindeverwaltung Männedorf im Bezirk Meilen.
Die Gemeindeverwaltung Männedorf im Bezirk Meilen. - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Gemeinde Männedorf berichtet, schliesst die Jahresrechnung 2025 mit einem Ertragsüberschuss von 6,03 Millionen Franken ab und fällt damit deutlich besser aus als budgetiert.

Hauptgrund dafür sind klar höhere Grundstückgewinnsteuern sowie ein tieferer Beitrag an den kantonalen Finanzausgleich, da die Steuerkraft weniger stark über dem Kantonsdurchschnitt lag als erwartet. Auch die Gewinnbeteiligung der Zürcher Kantonalbank fiel höher aus.

Auf der Ausgabenseite entlasteten tiefere Kosten in Bereichen wie öffentlicher Verkehr, Feuerwehr, Zivilschutz und Strassenunterhalt das Ergebnis. Zudem konnte eine nicht mehr benötigte Rückstellung in der stationären Pflege aufgelöst werden.

Erträge übersteigen Aufwendungen leicht

Mehrkosten entstanden hingegen im Asylwesen, bei der Informatik, in der ambulanten Pflege, bei der gesetzlichen wirtschaftlichen Hilfe sowie in Kinder- und Jugendheimen. Auch der Unterhalt der Schul- und Verwaltungsgebäude fiel höher aus.

Die familien- und schulergänzende Betreuung bleibt weiterhin stark nachgefragt. Die Kindertagesstätten erzielten zudem eine bessere Kostendeckung als erwartet.

In den gebührenfinanzierten Eigenwirtschaftsbetrieben betragen die Aufwendungen gesamthaft 21,50 Millionen Franken für die Bereiche Elektrizitätswerk, Wasserversorgung, Seewasserwerk, Abwasserbeseitigung inklusive Kläranlage und Abfallbewirtschaftung.

Bei Erträgen von 22,01 Millionen Franken resultiert ein Ertragsüberschuss im Betrag von 0,51 Millionen Franken. Dieser wird auf den entsprechenden Spezialfinanzierungskonten verbucht. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von gesamthaft 0,28 Millionen Franken.

Investitionen 2025 liegen unter Budget

Die Investitionen der Gemeinde fielen im Jahr 2025 tiefer aus als geplant. Statt der budgetierten 22,53 Millionen Franken wurden netto 14,85 Millionen Franken investiert. Der grösste Teil davon – rund 12,17 Millionen Franken – betrifft Projekte, die über Steuermittel finanziert werden.

So konnte im März 2025 mit dem Bau der neuen Sport- und Freizeitanlage Widenbad gestartet werden und der benötigte Notwohnraum wurde im August 2025 erfolgreich fertiggestellt.

Auch in den gebührenfinanzierten Bereichen – also Elektrizitätswerk, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung – wurde weniger investiert als vorgesehen. Die Nettoinvestitionen belaufen sich hier auf insgesamt 2,68 Millionen Franken, während ursprünglich 6,60 Millionen Franken geplant waren.

Solide Bilanz

Der Selbstfinanzierungsgrad, welcher die Finanzierung der Investitionen aus selbst erarbeiteten Mitteln zeigt, beträgt 2025 für die Gesamtrechnung 98 Prozent. Der durchschnittliche Selbstfinanzierungsgrad der letzten 5 Jahre liegt bei 134 Prozent.

Die Bilanz der Gemeinde zeigt per Ende 2025 eine solide finanzielle Ausgangslage. Das Eigenkapital im Steuerhaushalt ist weiter gewachsen und beträgt nun 136,65 Millionen Franken, nachdem es im Vorjahr bei 130,62 Millionen Franken lag.

Das Nettovermögen der Gemeinde liegt bei 7,96 Millionen Franken und bleibt damit nahezu stabil gegenüber dem Vorjahr.

Spezialfinanzierungskonten legen zu

Die Spezialfinanzierungskonten der Eigenwirtschaftsbetriebe (Elektrizitätswerk, Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Abfallentsorgung) weisen nach Zuweisung der Rechnungsergebnisse Bestände von 35,48 Millionen Franken aus, leicht höher als im Vorjahr.

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