Serienausgleich: UHC Pfannenstiel verliert gegen die Jets
Der UHC Pfannenstiel fordert den Favoriten erneut, kassiert aber in der Schlussphase das 3:4 und muss den Serienausgleich der Kloten-Dietlikon Jets hinnehmen.

Wie der UHC Pfannenstiel mitteilt, verlangte das Team auch in Spiel Nummer zwei der Viertelfinal-Serie dem grossen Favoriten Kloten-Dietlikon Jets alles ab. Dennoch konnten die Flughafenstädter letztlich einen knappen 4:3-Auswärtssieg verbuchen und die Serie zum 1:1 ausgleichen. Siegtorschütze war in der 56. Minute Rieder mit einem satten Schuss aus dem hohen Slot mitten ins Pfanni-Herz.
Alles war angerichtet für das zweite Playoff-Derby. Pfanni war gewillt vor 377 lautstarken Zuschauern den Jets erneut alles abzuverlangen und den zweiten Sieg einzufahren. Wie zu erwarten war übernahmen die Klotener von Beginn an das Spieldiktat. Doch eine erste Unzulänglichkeit im Aufbau nutzte Pfanni eiskalt aus.
Hurni spitzelte den Ball zu Luchsinger, dieser liess Schellenberg aussteigen und spielte quer zu van Welie, welcher nur noch einzuschieben brauchte. Der perfekte Start mit dem ersten Angriff. Am Spiel änderte sich auf Grund dieses Tores aber nicht viel. Die Jets liessen den Ball weiterhin in ihren Reihen zirkulieren und kamen so in der vierten Minute zur ersten grossen Chance.
Caviezel und Nussbaumer im Nachschuss scheiterten aber beiden an Torhüter Schindele. Besser machte es erneut Pfanni auf der Gegenseite. Ein mustergültig vorgetragener Konter, bei dem alle Spieler beteiligt waren, wurde von Forrer eiskalt zum 2:0 abgeschlossen – ein wunderschönes Tor. Die Einheimischen zeigten sich bis anhin extrem abgebrüht, wobei sie doch etwas gar einfach zu diesem Vorsprung kamen.
Pfanni rettet 2:1-Führung in die erste Pause
Die Gäste brauchten nun ein wenig Zeit um dieses Tor zu verdauen, kamen aber in der zwölften Minute dem Anschlusstreffer recht nahe. In der 18. Minute war es dann soweit. Nach einem Freistoss unmittelbar vor dem Tor stimmte die Zuteilung nicht, so dass Rieder den Nachschuss zum 1:2 versenken konnte.
Dieses Tor war auf Grund der Spielanteile mehr als verdient. In der 20. Spielminute hatte dann Nussbaumer noch den Ausgleich auf dem Stock, verpasste aber den erfolgreichen Torabschluss und nur wenige Sekunden später scheiterte Hafner nach einer schönen Einzelleistung auf der Gegenseite an Lemke.
So ging es mit einem 2:1 für Pfanni in den ersten Pausentee. Trainer Werner war trotz der Führung mit dem Gezeigten nicht wirklich zufrieden und tat dies seinen Mannen in der Pause kund.
Pfanni startet schwach ins Mitteldrittel und kassiert Ausgleich
Der Start ins Mitteldrittel misslang dann Pfanni komplett. Der Lette Dumpis luchste Hurni den Ball ab, fackelte nicht lange und bezwang Schindele zum 2:2 Ausgleich. Gut drei Zeigerumdrehungen später hatten zuerst die Zürcher Oberländer in Person von Klauenbösch und dann Nussbaumer für die Jets ein weiteres Tor auf dem Stock, doch die Schlussmänner blieben jeweils Sieger.
In der 29. Minute ergab sich dann nach einer Strafe gegen Rieder die erste Überzahlmöglichkeit des Spiels für das Heimteam. Dem Torerfolg am nächsten kam dabei Pfanni-Captain Nideröst, der im Slot an den Ball kam, aber an Lemke scheiterte.
In der Folge blieben grössere Chancen aus, mit Ausnahme eines Lattenknallers der Jets in der 38. Minute. So stand es nach 40 gespielten Minuten ausgeglichen 2:2 und das Schlussdrittel musste die Entscheidung bringen.
Jets drehen Spiel und gleichen Serie mit 4:3 aus
Der Start gelang erneut den Jets besser und so musste in der 42. Minute nach einem Abschluss von Rieder erneut die Querlatte Pfanni vor einem weiteren Gegentor bewahren. Doch auch Pfanni hatte trotz weiterhin weniger Ballbesitz seine Chancen. Verteidiger Bier traf nach einem Freistoss nur das Aussennetz. In der 47. Minute wanderte dann Luchsinger wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank.
Die Jets liessen sich diese Möglichkeit nicht entgehen und konnten durch den Finnen Kauppinen erstmals in Führung gehen in dieser Serie. Das Heimteam war nun gefordert und reduzierte in der 52. Minute auf zwei Linien. Diese Massnahme sollte sich auszahlen. Luchsinger setzte sich auf der rechten Seite durch und bewies einmal mehr seine unbestrittene Genialität mit dem wunderbaren Pass auf Bier, der aus vollem Lauf zum viel umjubelten 3:3 Ausgleich einschiessen konnte.
Die Freude währte allerdings nicht lange, um genau zu sein nur 87 Sekunden. Rieder kam im hohen Slot unbedrängt an den Ball und liess sich diese Möglichkeit nicht entgehen. Sein Tor zum 4:3 sollte auch zugleich das Siegtor sein. Auch wenn Pfanni mit dem Time-Out und der Herausnahme des Torhüters nochmals alles versuchte, wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen.
So durften die Jets einen über das ganze Spiel gesehen verdienten Sieg und den Ausgleich in der Serie feiern. Was die Zürcher Oberländer aber positiv stimmen muss ist, dass sie bei weitem nicht ihr bestes Spiel abliefern konnten und dennoch den Jets Paroli bieten konnten.
Pfanni blickt trotz Niederlage zuversichtlich auf Spiel drei
Pfanni-Captain Nideröst dazu: «Wir sind davon ausgegangen, dass die Kloten-Dietlikon Jets nach der Niederlage im ersten Spiel eine klare Reaktion zeigen würden. Entsprechend gut hat uns das Trainerteam auf diese Partie eingestellt. Auch wenn wir heute definitiv nicht unser volles Potenzial abrufen konnten, war das Spiel bis zum Schluss auf Messerschneide. Das stimmt mich sehr zuversichtlich für die kommenden Spiele.»
Verteidiger und Torschütze Bier fügte noch an: «Der optimalen Start reichte am Ende nicht für den Sieg. Jetzt gilt es das Positive mitzunehmen für das nächste Spiel am Sonntag, um den nächsten schritt in der Serie zu machen».
Weiter geht es wie erwähnt am Sonntag, 1. März 2026 um 19 Uhr mit dem Spiel Nummer drei in der Sporthalle Stighag. Das nächste Heimspiel ist dann in einer Woche am Freitag, 6. März 2026, um 20 Uhr in der dreifach Kirchwies in Egg. Pfanni freut sich weiterhin über lautstarken Support.






