Wie die Gemeinde S-chanf mitteilt, haben geologische Baugrunduntersuchungen aufgezeigt, dass Aushübe aus dem Raum St. Moritz stark mit Arsen belastet sind.
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Landschaft über S-chanf. Am Wochenende wird es im Engadin bewölkt. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Die Werte liegen bei bis zu 300 Milligramm pro Kilogramm Material. Diese Belastung ist Geogen, also natürlichen Ursprungs. Der Grenzwert für die Deponierung von Arsen-belastetem Material in einer A-Deponie liegt bei 15 Milligramm pro Kilogramm Material, für die Deponierung in einer B-Deponie bei 30 Milligramm pro Kilogramm Material.

Der Kanton Graubünden hat gegen Ende 2021 in einer provisorischen Weisung die Deponierung in der A-Deponie zugelassen, hat sich aber nicht zur Verantwortlichkeit bei eventuellen Umweltschäden in Folge einer Deponierung geäussert. Es ist insbesondere nicht klar, wer für die Folgekosten aufkommen muss, wenn ausgewaschene Schadstoffe in den Inn gelangen.

Demzufolge akzeptiert die Bos-chetta Plauna SA stark belastetes Material –auch geogenen Ursprungs– nur in der B-Deponie. Dies mit der Begründung, dass die B-Deponie abgedichtet ist und dass somit kein Deponiewasser in den Inn gelangen kann. Bei Vorliegen einer klaren kantonalen Vollzugspraxis kann diese Regelung geändert und auch die A-Deponie für hochbelastetes Material geöffnet werden. Inzwischen haben diesbezüglich weitere Gespräche stattgefunden. Wir erwarten eine kantonale Vollzugspraxis im Laufe des Sommers.

Bis zum Vorliegen einer definitiven kantonalen Vollzugspraxis akzeptiert die Bos-chetta Plauna SA ab April 2022 im Sinne einer Übergangslösung auch Material mit höheren Schadstoffbelastungen in der A-Deponie, jedoch ausschliesslich Material mit Belastungen geogenen Ursprungs. Bedingung ist das Vorliegen einer kantonalen Bewilligung sowie einer geologischen Untersuchung.

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