St. Margrethen schliesst die Erfolgsrechnung 2021 mit einem Ertragsüberschuss von 4,44 Millionen ab und senkt den Steuerfuss von 109 auf 104 Prozent.
Kreisel und Gemeindehaus in St.Margrethen.
Kreisel und Gemeindehaus in St.Margrethen. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Gemeinde St. Margrethen informiert, schliesst der allgemeine Gemeindehaushalt der Gemeinde in der Erfolgsrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 4,44 Millionen Franken. Budgetiert war ein ausgeglichenes Ergebnis. Der Steuerfuss 2022 soll von 109 Prozent auf 104 Prozent gesenkt werden. Die Bürgerschaft entscheidet an der Bürgerversammlung vom 8. April 2022 über Rechnung und Budget.

Die Finanzplanung 2023 bis 2025 rechnet in den kommenden zwei Jahren mit deutlich tieferen kantonalen Finanzausgleichszahlungen. Diese Ertragslücken müssen mit höheren Bezügen aus der kommunalen Ausgleichsreserve kompensiert werden. Aus diesem Grund soll der Ertragsüberschuss 2021 von 4,44 Millionen vollumfänglich in die Ausgleichsreserve eingelegt werden. Mit der beantragten Einlage erhöht sich diese Reserve auf 9,96 Millionen Franken. Das kumulierte Ergebnis der Vorjahre beziehungsweise der Bilanzüberschuss bleiben unverändert bei 4,6 Millionen Franken.

Finanzplanung 2023 bis 2025

Die kommunalen Steuererträge pro Einwohner liegen seit Längerem unter dem kantonalen Durchschnitt bei aktuell 16 Prozent. Deshalb erhält die Gemeinde finanzielle Mittel aus dem kantonalen Finanzausgleich. Wichtig für die Gemeinde ist der sogenannte Ressourcenausgleich. Er erhöht die Mittelausstattung der Gemeinden mit geringer Steuerkraft. Aus diesem Topf hat St. Margrethen in den letzten Jahren finanzielle Mittel in Höhe von jährlich 3,5 bis 4 Millionen Franken erhalten.

Steigen die kommunalen Steuererträge der Gemeinde in einem Jahr überdurchschnittlich, wirkt sich dies zwei und drei Jahre später mit tieferen Zahlungen aus dem kantonalen Ressourcenausgleich aus. Von diesem Mechanismus wird die Gemeinde in den Jahren 2023 und 2024 stark betroffen sein.

2021 hat die Gemeinde überaus hohe Erträge aus Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern von total 4,5 Millionen eingenommen. Vor allem diese einmaligen ausserordentlichen Erträge haben zur Folge, dass die Ressourcenausgleichszahlungen des Kantons 2023 und 2024 einbrechen werden. Die dadurch entstehende Ertragslücke muss dann mit höheren Bezügen aus der kommunalen Ausgleichsreserve gefüllt werden.

Mehr Informationen und Details findet die Bevölkerung auf der Gemeindewebseite unter «Aktuelles / Rechnungsabschluss 2021 und Steuerfuss 2022».

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