Die Gemeinden Au und Berneck haben ein Neophytenkonzept geschaffen, um invasive Neophyten koordiniert zu bekämpfen.
Invasive Neophyten. - Keystone

Eingeführte gebietsfremde Pflanzenarten (Neophyten) sind in den meisten Fällen unproblematisch und verwildern in unseren Breitengraden kaum. Die Pflanzen mit dem invasiven Potential breiten sich innert kurzer Zeit exponentiell aus und bedrohen damit die einheimische Biodiversität in sensiblen Lebensräumen oder können gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden verursachen. In manchen

Gebieten sind die Bestände der invasiven Neophyten so gross geworden, dass Bewirtschaftende oder Eigentümer*innen die Eliminierung nicht mehr alleine stemmen können. Im Fokus sind Pflanzenarten wie die Amerikanischen Goldruten, das Einjährige Berufkraut, der Sommerflieder oder der Riesen-Bärenklau. Mit dem durch die Gemeinden

Erarbeitetes Neophytenkonzept

Au und Berneck gemeinsam erarbeiteten Neophytenkonzept wurde die strategische Grundlage geschaffen, um invasive Neophyten koordiniert zu bekämpfen, und das notwendige Budget dazu bewilligt.

Neben den Gemeindemitarbeitenden und einem professionellen Bekämpfungsteam sind auch Freiwillige und Vereine dazu aufgerufen, sich bei Interesse beim Bauamt der Gemeinde zu melden und bei der Neophytenbekämpfung mitzuwirken. Mit Vereinseinsätzen werden derzeit v. a. landwirtschaftliche Betriebe bei der Neophytenbekämpfung unterstützt.

Voraussetzung für die Beteiligung an Einsätzen sind körperliche Fitness und Geländegängigkeit. Für die Vereine gibt es einen Zustupf in die Vereinskasse. Wichtig ist auch, dass Privatgartenbesitzer* innen die Pflanzen kennen und diese auf ihrem Grundstück konsequent eliminieren, um eine Weiterverbreitung zu verhindern.

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