St. Gallen

    Vorsicht vor Tieren: 380 Wildunfälle in 2022 im Kanton St. Gallen

    Im Jahr 2022 ereigneten sich im Kanton St. Gallen 380 Unfälle mit Tieren. Aus diesem Grund erinnert die Polizei an das richtige Verhalten.

    Wildunfall
    Wildunfall im Kanton St. Gallen - Kantonspolizei St. Gallen

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Herbst steigt die Zahl der Wildwechseln auf den Strassen.
    • Aus diesem Grund erinnert die Kantonspolizei St. Gallen an das korrekte Verhalten.
    • Im Jahr 2022 ereigneten sich im Kanton St. Gallen 380 Unfälle mit Tieren.

    Der Herbst ist die Zeit der kürzeren Tage, des ersten Frosts und des vermehrten Wildwechsels. Auch wenn der Herbst bislang sehr warm und schön war, so kann der kommende Schneefall in der Höhe Wildtiere in tiefere Lagen treiben.

    Dies kann zu vermehrtem Wildwechsel führen, weshalb die Kantonspolizei St. Gallen um Achtsamkeit bittet und das korrekte Verhalten beim Kontakt mit Tieren und Tierunfällen erklärt.

    Im Jahr 2022 kam es im Kanton St. Gallen zu 380 Unfällen mit Tieren. Dabei handelte es sich mehrheitlich um Unfälle mit Wildtieren.

    Mit der richtigen Fahrweise können Verkehrsteilnehmende das Unfallrisiko vermindern. Doch auch wenn es bereits zu einem Unfall gekommen ist, müssen gewisse Punkte beachtet werden.

    Unfallrisiko vermindern

    Fahrtempo in ländlichen Gebieten insbesondere mit angrenzenden Wäldern oder Warntafeln sowie in Wohngebieten reduzieren;

    Wachsam sein und das Fahrtempo den Sichtverhältnissen anpassen; Keine Ablenkungen am Steuer;

    Wildunfälle
    Ein Reh überquert in der Abenddämmerung eine Landstrasse. (Symbolbild) - Robin Loznak/ZUMA Wire/dpa

    Strassenränder im Auge behalten, insbesondere beim Passieren von Waldstücken, Hecken oder Getreidefeldern; Sofern möglich, nahe der Strassenmitte fahren.

    Verhalten bei Tieren auf oder neben der Strasse

    Wird ein Tier in Strassennähe oder gar auf der Strasse gesehen, so muss das Tempo je nach dem bis zum Stillstand gedrosselt und das Licht auf Abblendlicht reduziert werden. Schalten Sie zur Sicherheit den Warnblinker ein.

    Verhalten bei Unfällen mit Tieren

    Um dem Tier helfen zu können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, sollte bei Tierunfällen folgender Ablauf befolgt werden

    Nach einem Zusammenstoss anhalten und Warnblinker einschalten und die Unfallstelle mit Pannendreieck sichern. Falls das Tier bereits geflohen ist, die Unfallstelle markieren.

    Angefahrenes Reh
    Angefahrenes Reh (Symbolbild) - Keystone

    Polizei per Telefon 117 informieren, auch bei Haustierunfällen. Die Nummern an den Strassenlaternen können der Polizei Aufschluss über den Unfallstandort geben. Tote Tiere sollten an den Hinterbeinen an den Strassenrand gezogen werden.

    Verletzten Wildtieren darf man sich nicht nähern, denn diese sind sich die Nähe von Menschen nicht gewohnt. Sie können sich umso mehr erschrecken und versuchen, verletzt zu flüchten.

    Richtiges verhalten kann unnötiges Tierleid vermeiden

    Warten Sie auf die Polizei, Wildhüter, Jäger oder Tierarzt und geben Sie Auskunft über den Unfallhergang.

    Ein Tierunfall lässt sich leider nicht immer verhindern, wer sich aber korrekt verhält, hat zumindest strafrechtlich nichts zu befürchten.

    Ausserdem kann mit dem richtigen Verhalten unnötiges Tierleid vermieden und das Unfallrisiko vermindert werden. Die Kantonspolizei St.Gallen wünscht allen Verkehrsteilnehmenden eine gute und unfallfreie Fahrt

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