Die Stadt St. Gallen rechnet für 2022 mit einem Defizit von 25 Millionen Franken in der Erfolgsrechnung. Die Investitionsrechnung sieht Nettoinvestitionen von 70 Millionen Franken vor, bei einer Selbstfinanzierung von nur gerade 2,5 Prozent.
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Die Gesamtausgaben in der laufenden Rechnung liegen mit 610 Millionen Franken leicht tiefer als im Budget 2021, wie die Stadt am Montag mitteilte. Die Einnahmen sind mit 585 Millionen praktisch gleich hoch.

Bei diesen Zahlen ist zu berücksichtigen, dass die Abschreibungen wegen der Umstellung auf ein neues Rechnungsmodell um 26 Millionen zurückgehen. Gleichzeitig steigen aber die Konsumausgaben um rund 20 Millionen Franken. Davon machen Personalausgaben mit plus 12,4 Millionen Franken den grössten Teil aus.

4,2 Millionen davon sind dadurch bedingt, dass 2021 vakante Stellen jeweils für ein halbes Jahr nicht besetzt werden. Im kommenden Jahr gilt diese Sparmassnahme nicht mehr. Ausserdem führen steigende Schülerzahlen und ein Ausbau der Tagesbetreuung zu Mehrkosten beim Personal. Für individuelle Lohnerhöhungen ist 1 Million budgetiert.

Bei den Einnahmen wirke sich weiterhin die Steuerreform STAF negativ aus, heisst es. 14 Millionen Franken betragen die Mindereinnahmen gegenüber der Rechnung 2020. Weiterhin hoch ist der Investitionsbedarf. Budgetiert werden Nettoinvestitionen von 70 Millionen Franken. Davon kann die Stadt gerade einmal 1,8 Millionen Franken selber finanzieren.

Die geplanten Investitionen teilen sich auf auf Kanalisationen, Strassensanierungen, Schulhaus-Projekte und diverse kleinere Projekte. Das Stadtparlament berät das Budget an seiner Sitzung vom 7. Dezember.

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