St. Gallen: Mehr als 50 Anlässe an der Klimawoche
Vom 12. bis 20. September 2026 stehen in St. Gallen über 50 Veranstaltungen auf dem Programm. Sie machen den Klimaschutz sicht- und erlebbar.

Die Stadt St. Gallen kann das Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 nur erreichen, wenn Politik, Verwaltung, Gesellschaft und Wirtschaft zusammenarbeiten. Das zeigt die Zwischenbilanz, die die Stadt 20 Jahre nach Lancierung ihres Energiekonzepts 2050 zieht. Um den lokalen Klimaschutz zu fördern, setzt die Stadt unter anderem auf die St. Galler Klimawoche: Vom 12. bis 20. September 2026 stehen mehr als 50 Veranstaltungen auf dem Programm.
Die St. Galler Klimawoche ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt, Gesellschaft und Wirtschaft: Mit Workshops, Führungen, Vorträgen tragen sie zum Programm bei und machen den Klimaschutz in der Stadt St. Gallen sicht- und erlebbar. Das Programm der 3. St. Galler Klimawoche ist auf der St. Galler Klimaschutzplattform gemeinsam-wirkt.ch zu finden.
Energiekonzept 2050 gemeinsam weiterentwickelt
Bereits die Ideen für die Klimawoche, die Klimaschutzplattform sowie die Kampagne «Gemeinsam wirkt – St. Gallen wird klimaneutral» entstanden in Zusammenarbeit: An Workshops wurde die Frage diskutiert, wie das städtische Energiekonzept 2050 noch stärker auf das von den Stadtsanktgaller Stimmberechtigten beschlossene Ziel der Klimaneutralität ausgerichtet werden kann. Das Resultat waren zusätzliche Massnahmen in den Bereichen Konsum und Ressourcen sowie in Querschnittshandlungsfeldern, die das gesamte Energiekonzept 2050 umfassen, also auch die bisherigen Bereiche Wärme, Strom und Mobilität.
Zwischenbilanz nach 20 Jahren
20 Jahre nach der Lancierung des Energiekonzepts 2050 zieht die Stadt St. Gallen Bilanz zur Umsetzung – es gibt Erfolge, aber auch Herausforderungen. In den Bereichen Wärme, Strom und Mobilität ist die Stadt St. Gallen auf Kurs in Richtung Klimaneutralität bis 2050. Hier konnte der Klimagasausstoss reduziert werden.
Die Ziele für den Ausbau der Photovoltaik wurden in den vergangenen Jahren deutlich übertroffen, nach Plan laufen der beschleunigte Ausbau der Fernwärme, die vollständige Elektrifizierung der VBSG-Fahrzeugflotte sowie der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität. Dagegen konnten Ziele zur Sanierung von Liegenschaften im Finanzvermögen und zum Ausbau des ÖV-Angebots aus Spargründen nicht erreicht werden. Im Bereich Konsum und Ressourcen, der erst 2024 einbezogen wurde, ist die Stadt besonders auf das Mitwirken der Bevölkerung und der Wirtschaft angewiesen, um das Klimaziel zu erreichen.
Dazu setzt sie nicht nur auf Kommunikationsmassnahmen wie die St. Galler Klimawoche, sie will auch mit gutem Beispiel vorangehen – etwa bei der nachhaltigen Beschaffung und der Kreislaufwirtschaft.
Über die Massnahmen des Energiekonzepts 2050 und den aktuellen Stand der Umsetzung informiert die Onlineplattform Energiemonitor St. Gallen: energiemonitor.stadt.sg.ch






