Während der Corona-Pandemie haben die Krisenmanager die Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft zu wenig beachtet. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität St. Gallen (HSG) und der Fachhochschule Graubünden im Auftrag der Ostschweizer Regierungskonferenz (ORK).
Spesenaffäre
Die Universität St. Gallen. (Archivbild) - Keystone

Die Verfasser der Studie empfehlen deshalb, «das Bewusstsein für die Grenzregion Ostschweiz auf nationaler Ebene zu stärken», wie es in einer Mitteilung der ORK vom Montag heisst. Die Länder in der Grenzregion hätten die Krise auf sehr unterschiedliche Art und Weise zu bewältigen versucht.

Unterschiedliche Massnahmen in den Regionen der einzelnen Länder hätten den Wirtschaftsgang gehemmt. Deutlich werde dies am Beispiel des Tourismus oder beim grenzüberschreitenden Einkauf. Hier zeigten die Daten, dass der grenzüberschreitende Konsum und Tourismus während der Grenzschliessung deutlich zurückging.

Weniger stark betroffen waren gemäss der Studie die grenzüberschreitenden Lieferketten der Industrie und des Gewerbes. «Diese waren nur für kurze Zeit erschwert und pendelten sich rasch wieder ein.» Allerdings habe der internationale Handel der Ostschweiz stärker unter der Pandemie gelitten als jener anderer Grenzregionen der Schweiz.

Für die Zukunft empfehlen die Studienverfasser, die Verantwortlichen sollten beim Krisenmanagement die Auswirkungen auf die regionalen Wirtschaftsstrukturen stärker berücksichtigen. Ausserdem müsse die grenzüberschreitende Ostschweiz an Resilienz gewinnen, um sich schneller regenerieren zu können.

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