Kantipark wird zum Schwammstadt-Projekt

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Stadt St. Gallen,

Mit dem Schwammstadt-Projekt im Kantipark macht St.Gallen Regenwasser nutzbar und will private Eigentümer zu ähnlichen Massnahmen in der Stadt motivieren.

St. Gallen
Blick auf die Stadt St. Gallen. - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Stadt St.Gallen mitteilt, starten Ende April 2026 im Kantonsschulpark die Bauarbeiten an einem alten Pumpwerk, das im Sinne der Schwammstadt eine neue Funktion erhält. Anstelle eines Abbruchs wird es so umgenutzt, dass Regenwasser sinnvoll nutzbar wird. Am 27. April 2026 starten Entsorgung St.Gallen und Stadtgrün mit den Arbeiten für das neue Schwammstadt-Projekt im Kantonsschulpark. Als ersten Schritt wird Stadtgrün eine Versickerungsmulde und Massnahmen zur ökologischen Aufwertung im östlichen Teil des Parks umsetzen.

Anschliessend baut Entsorgung St.Gallen ein nicht mehr benötigtes unterirdisches Pumpwerk der St.Galler Stadtwerke zu einer Retentions- und Speicheranlage um. Regenwasser vom Dach der Kantonsschule und den Aussenflächen kann so in der neu gestalteten Mulde im Kantonsschulpark versickert und von Stadtgrün zur Bewässerung der Grünanlagen in der Stadt genutzt werden.

Das Projekt wird im Sinne der Kreislaufwirtschaft umgesetzt. Das unterirdische Pumpwerk der St.Galler Stadtwerke wird nicht mehr benötigt und müsste zurückgebaut werden. Durch die Umnutzung in ein Regenbecken bleibt der CO2-Ausstoss der Bautätigkeit gering. Die Gestaltungsmassnahmen an der Oberfläche, Grabarbeiten und Arbeiten am Bauwerk dauern voraussichtlich bis Ende Juni 2026.

Nach der Fertigstellung ist eine Einweihung des Projekts geplant. Das Projekt wird finanziell von der Mobiliar unterstützt. Im Rahmen ihres Engagements in der Forschung und Prävention von Naturrisiken beteiligt sich die Mobiliar Genossenschaft an diversen Schwammstadt-Projekten in Schweizer Städten. Weiter arbeitet Entsorgung St.Gallen im Projekt mit Stadtgrün, den St.Galler Stadtwerken und dem kantonalen Tiefbauamt zusammen.

Städtische Angebote sichtbar machen

Schwammstadt-Massnahmen wie die dezentrale Speicherung und die Versickerung und lokale Nutzung von Regenwasser sind wirkungsvolle und kosteneffiziente Massnahmen zur Verbesserung des Gewässerschutzes. Aufgrund ihres hohen Anteils an der Stadtfläche sind Privatgrundstücke dafür besonders relevant.

Mit dem Projekt im Kantonsschulpark will Entsorgung St.Gallen die städtischen Beratungs- und Förderangebote bekannter machen. Dies soll Privateigentümer zur Umsetzung von Schwammstadt-Projekten motivieren und so die Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips in St.Gallen fördern.

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