HSG Baden-Endingen verliert gegen Chênois
Die HSG Baden-Endingen verliert gegen Chênois Genève mit 24:32. Das junge Team zeigte Ansätze, war aber den routinierten Gästen deutlich unterlegen.

Wie die HSG Baden-Endingen mitteilt, gab es gegen CS Chênois Genève Handball für die HSG Baden-Endingen in der GoEasy Halle nichts Zählbares zu holen. Die Genfer präsentierten sich abgeklärt, spielten routiniert und nutzten nahezu jeden Fehler der Aargauer konsequent aus. Am Ende stand eine deutliche 24:32-Niederlage.
Die HSG Baden-Endingen trat mit einer sehr jungen Mannschaft an. Brouwer, Stephan, Anderes, Thomann, Schneider, Indermühle und Hintermann stehen alle noch am Anfang ihrer Handball-Karriere, sind aber hoffnungsvolle Talente aus der Region.
Besonders Rückraumspieler Thomann rückte in den Fokus: Der erst 16-Jährige übernahm in seinem ersten NLB-Spiel viel Verantwortung auf der Rückraum mitte Position, erzielte sechs Treffer und wurde zum Best Player der Partie gewählt.
Auch Brouwer sowie Hintermann, der nach einer Handverletzung sein Comeback gab, zeigten insbesondere in der Defensive gute Leistungen. Verzichten musste Trainer Milicic hingegen auf Topscorer Sehic, der sich nach einem Sturz am Knie verletzte und dem Team in den kommenden Wochen fehlen wird.
Guter Start verpufft
Baden-Endingen startete gut ins Spiel: Die Neuzugänge Brouwer und Thomann erzielten die ersten beiden Tore zur 1:0- und 2:1-Führung. Bereits nach zwei Minuten geriet die HSG jedoch erstmals in Rückstand – und fand über die gesamte Spielzeit kein Mittel mehr, um den Anschluss an die clever agierenden Genfer wiederherzustellen. Der Rückstand wuchs bis zur 22. Minute auf fünf Tore an.
Kurz vor der Pause leistete sich Chênois Genève einige Fehler, die Baden-Endingen zur Resultatkorrektur nutzte und auf 13:16 verkürzte. Zu diesem Zeitpunkt war Kreisläufer Juric nach seiner dritten Zeitstrafe bereits ausgeschlossen – neben dem verletzten Sehic ein weiterer erfahrener Spieler, der dem jungen Team in der zweiten Halbzeit fehlte. Trotz allem blieb die Hoffnung auf eine Aufholjagd bestehen.
Zehn Tore von Tahirukaj entscheiden die Partie früh
Diese zerschlug sich jedoch nach dem Seitenwechsel. Die Genfer kehrten hochkonzentriert aus der Kabine zurück und bestraften jeden Ballverlust der Aargauer. In der 43. Minute sorgte der Genfer Rückraumspieler Tahirukaj mit dem Treffer zum 16:25 für die frühe Vorentscheidung. Ihm gelangen bis Spielende zehn Tore aus zwölf Versuchen, womit er – neben Torhüter Lagzda – zu den entscheidenden Figuren des Spiels zählte.
Trainer Milicic nahm ein Timeout und stellte die Defensive um. In der Folge zeigte Baden-Endingen noch einmal Moral, steigerte sich in der Abwehr und kam im Angriff zu einigen schnellen schönen Kombinationen. Dass diese Phase erst einsetzte, als das Spiel bereits entschieden war, bleibt ein Wermutstropfen. Sie zeigte jedoch auch, welches Potenzial in dieser jungen Mannschaft steckt.
Die HSG Baden-Endingen wird Zeit benötigen, um die vielen jungen Spieler vollständig zu integrieren. Der eingeschlagene Weg, Talenten auf NLB-Niveau Spielpraxis zu geben, ist aber richtig und zukunftsweisend. Am 7. Februar 2026 bietet sich die nächste Gelegenheit Punkte zu sammeln: In der Aue in Baden empfängt die HSG Baden-Endingen um 18 Uhr den TV Birsfelden.










