Häggenschwil: Strom wird günstiger – neue Saisontarife ab 2027
Die Elektra senkt die Strompreise in Häggenschwil per 1. Januar 2027 um 2 bis 5,6 Prozent. Zugleich ersetzen saisonale Tarife den bisherigen Einheitstarif.

Mit dieser Mitteilung informieren wir Sie über die Anpassung der Strompreise per 1. Januar 2027 sowie die Einführung eines neuen, zeitgemässen Preismodells.
Aufgrund einer vorausschauenden Einkaufsstrategie und tieferen Beschaffungspreisen durch Anpassung des Energielieferanten bezahlen wir für die Energie in den kommenden Jahren weniger. Die Kosten für das Stromnetz steigen dennoch um 11 % im Vorjahresvergleich, da mit höheren Kosten in den vorgelagerten Netzebenen zu planen ist. Dem entgegen können die Betriebskosten nur leicht reduziert werden und die anrechenbaren Netzkosten bleiben deshalb praktisch stabil.
Die Einsparungen bei der Energie geben wir direkt weiter. Insgesamt sinken die Strompreise für Sie je nach Verbrauchstyp um 2 bis 5.6 %.
Neue Energietarife – saisonale Struktur statt Hoch- und Niedertarif
Bisher wurde zwischen einem Hoch- und Niedertarif unterschieden und seit 2024 der Einheitstarif eingeführt. Mit unserem neuen Preismodell führen wir per 1. Januar 2027 stattdessen saisonale Energiepreise ein:• Günstigere Sommertarife (April – September)
• Höhere Wintertarife (Oktober – März)
Diese Anpassung entspricht der Realität auf dem Strommarkt, da im Winter mehr Strom verbraucht wird und die Beschaffungskosten höher sind. Im Sommer wiederum, wenn viel Solarstrom produziert und weniger Strom verbraucht wird, profitieren Sie von deutlich günstigeren Energietarifen.
Netznutzung
Die Netznutzungspreise gehen im Durchschnitt um 4.5 Prozent zurück. Ausschlaggebend dafür sind verschiedene Kostenkomponenten entlang der nationalen Stromversorgung. Dazu gehören insbesondere die vom Bund gesenkte Kapitalverzinsung sowie die reduzierten Kosten für die allgemeinen Systemdienstleistungen der Swissgrid AG.
Zusätzlich fällt die im Jahr 2024 eingeführte bundesweite Preiskomponente «Stromreserve» tiefer aus. Des Weiteren müssen jedoch Deckungsdifferenzen aus den Vorjahren aufgelöst und berücksichtigt werden, was zu höheren Kosten führt. Die Netzpreise bleiben im Folgejahr praktisch unverändert.
Messtarif
Seit 2026 muss der Messtarif ausgewiesen werden. Zur Anwendung kommt dieser bei uns jedoch erst ab 2028 mit der Umsetzung vom Smart-Meter Rollout.
Systemdienstleistungen, Stromreserve, solidarisierte Kosten
Für allgemeine Systemdienstleistungen berechnet Swissgrid nächstes Jahr mit 0.17 Rappen pro kWh (2026: 0.27 Rappen).
Ebenfalls rückläufig ist der Tarif für die Stromreserve. Die erwarteten Kosten für die neuen Reservekraftwerke dürften diesen Tarif jedoch in künftigen Jahren wieder ansteigen lassen. Die Stromreserve (Reservekraftwerke, Notstromgruppen, Wasserkraftreserve) liegt in der Verantwortung des Bundes.
Diese Kosten werden über Swissgrid an die Stromkonsumentinnen und -konsumenten verrechnet. Der Tarif für die Stromreserve liegt 2027 bei 0.19 Rappen pro kWh (2026: 0.41 Rappen).
Der einzige Tarif, der im Jahr 2027 steigen wird, ist der Zuschlag für solidarisierte Kosten über das Übertragungsnetz. Damit werden weitere, nicht von Swissgrid verursachte, Kosten verrechnet. Konkret geht es hier um die Kosten für Netzverstärkungen in den Verteilnetzen sowie die Entlastung der Schweizer Stahl- und Aluminiumindustrie beim Netznutzungsentgelt.
Der Tarif für die solidarisierten Kosten beträgt nächstes Jahr 0.19 Rappen pro kWh (2026: 0.05 Rappen).






