Aus der alten Stadtpark-Voliere wird ein Hühnerhaus

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Stadt St. Gallen,

Die Stadt St.Gallen hat im Juni 2026 entschieden: Aus der alten Stadtpark-Voliere wird ein Hühnerhaus mit Bildungsangebot. Die Eröffnung ist für 2029 geplant.

Stadtpark in St. Gallen
Stadtpark in St. Gallen. - St.Gallen

Das Voliere-Gebäude im Stadtpark erhält eine neue Bestimmung, berichtet die St.Gallen: Nach Abschluss des Verfahrens hat die Stadt St.Gallen das Projekt «Maison des oeufs» des Vereins Grünes Gallustal ausgewählt. Dieses sieht vor, die bisherige Voliere in ein Hühnerhaus mit Bildungs- und Begegnungsangebot umzuwandeln. Die Eröffnung des neu genutzten Gebäudes ist für Frühsommer 2029 geplant.

Für die künftige Nutzung des Voliere-Gebäudes im Stadtpark liegt ein Entscheid vor: Nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens – insgesamt gingen zwölf Bewerbungen fristgerecht ein – hat das Beurteilungsgremium das Projekt «Maison des oeufs» des Vereins Grünes Gallustal als überzeugendste Eingabe ausgewählt. Das Projekt ermöglicht eine eigenständige und zugleich ortsbezogene Neuinterpretation der Voliere.

Ein Ort der Vermittlung

Das Projekt «Maison des oeufs» knüpft an die Tradition der Vogelhaltung im Stadtpark an und setzt diese mit der Haltung von Schweizer Haushühnerrassen zeitgemäss fort. Vorgesehen ist ein Hühnerhaus, kombiniert mit einem Ort der Vermittlung für den verantwortungsvollen Umgang mit Nutztieren.

Einnahmen entstehen durch einen Hofladen im Selbstbedienungsprinzip, in dem neben Eiern auch Vogelfutter und Setzlinge von lokalen Bauernhöfen angeboten werden. Der Betrieb wird durch einen Verein sichergestellt.

Ergänzend übernehmen benachbarte Schulen Aufgaben im Hühnerhaus und werden aktiv in die pädagogischen Angebote eingebunden. Das Projekt versteht sich als Ort für Naturerfahrung, Nachhaltigkeit, Bildung und Gemeinschaft. Zusätzlich wird der angrenzende Ententeich zu einem biodiversitätsfördernden Wassergarten umgestaltet.

Behutsame bauliche Anpassungen

Für die neue Nutzung sind gezielte Anpassungen am denkmalgeschützten Bestand vorgesehen. Dazu gehören unter anderem die Schliessung der bestehenden Eingangstüre sowie die Auflösung des schmalen Korridors. Im nördlichen Bereich des Pavillons ist eine Küche mit Lager geplant, südlich anschliessend ein Arbeitsraum für Futteraufbereitung und Schulungen sowie ein Hühnerstall.

Die ursprünglichen Aussengehege sollen reaktiviert und für die Freilandhaltung erweitert werden. Gleichzeitig soll bei der weiteren Planung sichergestellt werden, dass der architektonisch bedeutende Pavillon in seiner Wirkung erhalten bleibt und nicht durch neue Elemente beeinträchtigt wird.

Stärkung von Gemeinschaft und Biodiversität

Die Jury hebt insbesondere den naturnahen und gemeinschaftsbildenden Ansatz des Projekts hervor. Positiv gewertet wurden die Verankerung im Quartier, die geplante Zusammenarbeit mit Schulen sowie die vielfältige Zusammensetzung des Projektteams.

Auch die Haltung des Projekts überzeugte: Der Fokus liegt nicht auf kommerziellem Nutzen, sondern auf der Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Fragen rund um Tierhaltung und Nachhaltigkeit.

Zudem leistet das Projekt einen Beitrag zur Förderung von Vogelarten im Stadtpark und greift damit auch die Thematik des Artenverlusts auf. Das Voliere-Gebäude bleibt weiterhin von aussen erlebbar und wird durch den neuen Schulungsraum zusätzlich für Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht.

Weiteres Vorgehen bis zur Eröffnung 2029

In den Jahren 2026 bis 2028 wird das Voliere-Gebäude vom Verein «Voliere im Park» im Rahmen einer Zwischennutzung als Sommerbuvette betrieben. Stadtparlament entscheidet über einen Kredit für die bauliche Sanierung, anschliessend erarbeitet der Verein Grünes Gallustal ein auf die baulichen Massnahmen abgestimmtes Betriebs- und Nutzungskonzept.

Die Sanierungs- und Umsetzungsarbeiten beginnen voraussichtlich im Herbst 2028. Die Eröffnung des «Maison des oeufs» ist auf Frühsommer 2029 vorgesehen.

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