Die Sanierung des Theaters St. Gallen verzögert sich um rund ein halbes Jahr. Beim Abbruch kam Ende August gefährlicher Asbest zum Vorschein, was Zusatzarbeiten verursacht. Zudem war das Wetter ungünstig. Wegen der Verzögerung bleibt das Theater länger im Provisorium.
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Das Theater St. Gallen muss saniert werden. (Archiv) - Samantha Zaugg

Das 1968 erbaute Theater am Stadtpark wird seit einem Jahr umfassend saniert und erneuert. Dass dabei Asbest gefunden wurde, habe die Theaterleitung Ende August «wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen», sagte Direktor Werner Signer am Mittwoch. Zuvor sei man im Terminplan gelegen.

Wegen der Asbest-Verzögerung dauert die Sanierung des Theaters bis voraussichtlich Februar 2023, rund ein halbes Jahr länger als geplant. Dadurch könne das Theater erst im Oktober 2023 ins Gebäude zurückkehren, teilte der Kanton mit. Bis und mit Juni 2023 wird im Provisorium bei der Tonhalle gespielt.

Konzert und Theater St. Gallen prüft nun die neue Ausgangslage, wie es hiess. Laut Werner Signer sind grössere Anpassungen des Programms nötig. Für den Weiterbetrieb des Provisoriums muss die Bewilligung verlängert werden. Der Kanton führt derzeit Gespräche mit der Stadt.

Welche Mehrkosten entstehen, ist noch nicht bekannt. Das kantonale Baudepartement prüfe dies in den nächsten Monaten, hiess es. Neben den unvorhergesehenen Zusatzarbeiten zur Asbest-Sanierung habe auch das Wetter im vergangenen Winter zu Verzögerungen geführt.

Das Theater St. Gallen wird seit Herbst 2020 für geplante 48,6 Millionen Franken umfassend saniert und erweitert. Die Vorführungen finden seit Oktober 2020 in einem Provisorium aus 350 Kubikmetern Holz statt, das unter normalen Bedingungen 500 Personen Platz bietet.

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