Bauen im Schutzgebiet – Quartier Leiere wird überprüft
Gelterkinden verfügt über ein schützenswertes Ortsbild. Zur Klärung von Baugesuchen startet nach den Sommerferien eine Überprüfung im Quartier Leiere.

Wie die Gemeinde Gelterkinden berichtet, verfügt sie über ein Ortsbild von nationaler Bedeutung und ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) verzeichnet. Dies betrifft den historischen Dorfkern sowie weitere Ortsteile, unter anderem das Quartier Leiere.
Bislang wurden die ISOS-Vorgaben in der Zonenplanung nur für den Dorfkern umgesetzt. Mit einem Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft aus dem Jahr 2024 zu einem Bauvorhaben im Sichternquartier in Liestal wurde klargestellt, dass das ISOS zwar keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Grundeigentum hat, bei der Beurteilung, ob sich ein Bauvorhaben gut in das Ortsbild einfügt, jedoch als wichtige Grundlage heranzuziehen ist.
Gestützt auf diese Rechtsprechung verlangt das Bauinspektorat bei Baugesuchen innerhalb von ISOS-Gebieten eine vertiefte Beurteilung der Einpassung ins Ortsbild. Das Bundesamt für Kultur hält dazu fest, dass hierfür eine fundierte Auseinandersetzung mit den örtlichen Verhältnissen sowie eine sorgfältige Interessenabwägung durch die Gemeinde erforderlich sind.
Quartier wird vor Ort überprüft
Um die hängigen Baugesuche weiterbearbeiten zu können und die dafür erforderlichen Grundlagen zu schaffen, hat der Gemeinderat die notwendigen Arbeiten eingeleitet. Das Quartier Leiere wird nach den Sommerferien durch eine unabhängige Fachgruppe vor Ort beurteilt.
Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die weiteren Abklärungen ein. Über die Ergebnisse und das weitere Vorgehen wird der Gemeinderat die Bevölkerung zu gegebener Zeit informieren.










